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25. 05. 2012
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Kölner Künstlerin erhält Düsseldorfer Kunstpreis 2008


14.08.2008 22:00 von:


Das Rennen machte die Kölner Künstlerin Rosemarie Trockel.   Der renommierte Kunstpreis ist mit 55.000 Euro dotiert und wird seit der ersten Düsseldorfer Quadriennale im Jahr 2006 vergeben. Bisherige Preisträger waren der US-amerikanische Künstler Bruce Nauman (2006) sowie die in Amsterdam lebende Künstlerin Marlene Dumas (2007). Düsseldorfs Kulturdezernent Hans-Georg Lohe verkündete die Entscheidung nach der entscheidenden Jury-Sitzung, die am heutigen Freitag im Düsseldorfer Rathaus getagt hatte.

"Die Jury hob die Vielseitigkeit und radikale Experimentierfreude hervor, die das Werk von Rosemarie Trockel auszeichnet. Ihre Arbeit, die sich in keine Kategorie einordnen lässt, wurde als richtungsweisend und als Orientierungspol für jüngere Generationen bezeichnet: dem spielerischen Oszillieren zwischen den Medien Zeichnung, Skulptur, Video entspricht das freie Vagabundieren der künstlerischen Bedeutungen, angeregt durch ihre Beschäftigung mit Anthropologie, Soziologie und Mathematik. Der Preis gilt einer auch politisch engagierten Künstlerin, die bereits früh internationale Anerkennung erfahren hat, was sich durch eine große Anzahl von Ausstellungen in wichtigen Kunstinstitutionen weltweit manifestiert“, hieß es in der Begründung der Jury-Entscheidung.

Zum Auswahlgremium des Kunstpreises gehören unter anderem Stadtdirektor Helmut Rattenhuber, der das Gremium leitet, Kulturdezernent Lohe, der Vorsitzende des Düsseldorfer Kulturausschusses Friedrich G. Conzen sowie der nordrhein-westfälische Staatssekretär für Kultur Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff. Insgesamt besteht das Gremium aus elf Personen, darunter auch Künstler und Kulturjournalisten. Die Künstlerin wurde am 13. November 1952 in Schwerte geboren und kam 1974 nach Köln. Vier Jahre studierte sie an der Werkkunstschule in Köln Malerei, anschließend begann Trockel ihre Laufbahn als freie Künstlerin. Neben der Malerei und Zeichnungen engagierte sich die vielseitige Künstlerin auch in Skulpturen, Installationen und bereits seit Ende der 80er Jahre auch als Arrangeurin für Videokunst. Sie gehört nach Meinung von Experten der „konzeptualistischen Schule“ an und erregte mit ihren Arbeiten und Ausstellungen weltweite Aufmerksamkeit. Nach ihrem internationalen Durchbruch durch die große Retrospektive in der Hamburger Kunsthalle im Jahr 1998 stellte Trockel ihre Werke unter anderem auch im renommierten Pariser Centre Pompidou aus. Das Kölner Museum widmete ihr 2005/2006 unter dem Titel „Menopause“ eine Überblicksschau ihrer gesammelten Werke seit 1980.

Trockel lehrt seit 1997 als Professorin an der Kunstakademie Düsseldorf. Seit vielen Jahren belegt sie im "Kunstkompass", einer Liste der 100 bedeutendsten Künstler der Gegenwart, beständig den vierten Platz – nach Sigmar Polke, Gerhard Richter und Bruce Naumann, Düsseldorfs erstem Preisträger. Der Düsseldorfer Kunstpreis zählt zu den renommiertesten Preisen für Gegenwartskunst in Deutschland. Die Stadt will damit ihren Ruf als Kunstmetropole weiter ausbauen, die Dotierung stammt aus dem Kommunaletat der Landeshauptstadt.







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