25. 05. 2012
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Kölner Kunstpreis geht an John Miller
Der renommierte Wolfgang-Hahn-Preis geht in diesem Jahr an den US-amerikanischen Künstler John Miller. Das teilte die Gesellschaft für Moderne Kunst am Museum Ludwig in einer Presseerklärung mit. Die Preisverleihung selbst wird am 11. April im Kölner Museum stattfinden. Der 56-jährige US-Künstler wird zugleich eine Auftragsarbeit durchführen. Die Gesellschaft verbindet den Preis mit der Erstellung einer zweiteiligen Skulptur, die Miller extra für das Museum schaffen wird. Außerdem hat die Gesellschaft den Ankauf eines Konvoluts von Fotografien der "Middle of the Day"-Serie beschlossen. Eine Besonderheit der diesjährigen Ausgabe des Preises ist die feste Partnerschaft zwischen der Gesellschaft für Moderne Kunst und der Düsseldorfer Niederlassung des Bankhauses Julius Bär Europe AG. Beide Seiten haben eine Partnerschaft mit einer Laufzeit von drei Jahren vereinbart. Das Bankhaus tritt dabei als Sponsor zeitgenössischer Kunst auf.
Die siebenköpfige Jury des Wolfgang-Hahn-Preises wählte den US-Künstler und seinen Beitrag aus insgesamt rund 50 Vorschlägen aus. Gastjurorin in diesem Jahr ist die Direktorin des Stedelijk Museums in Amsterdam, Ann Goldstein. ""Mit Empathie, Humor und verständnisvoller Beobachtung stürzt sich John Miller in den Wirbel des Alltagslebens. Daraus destilliert er die Allgemeinplätze, das so genannt "Normale", und schafft Bilder von kultureller Praxis und deren Wirkung auf Individuen, die kritisch und poetisch zugleich sind", begründete Goldstein die Entscheidung des Auswahlgremiums. Tatsächlich ist der Künstler bereits seit mehr als 30 Jahren als freischaffender Maler, Bildhauer und Fotograf tätig. Miller gilt dabei schon jetzt als einer der bedeutendsten Künstler seiner Generation. Seine Fotoserie "Middle of the day" legte Miller bereits im Jahr 1994 auf. Das Besondere daran: Die Fotos dieser Serie sind alle in der Zeit zwischen 12 Uhr mittags und 14 Uhr am frühen Nachmittag entstanden.
Miller selbst absolvierte nach seiner Ausbildung an der Rhode Island School of Design im Jahr 1978 das Whitney Museum of American Art Independent Study Program und schloss sein Kunststudium 1979 am California Institute of the Arts ab. Millers Arbeiten wurden in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt, darunter 2009 in der Kunsthalle Zürich, 2008 im Neuen Berliner Kunstverein und 2007 und 1998 im P.S.1 Contemporary Art Center in New York. Mit Deutschland verbindet ihn eine langjährige Beziehung: Seit seinem ersten Aufenthalt 1991 in Berlin im Rahmen des Stipendiums des DAAD-Künstlerprogramms ist es ihm und seiner Familie eine zweite Heimat geworden. Die Förderung durch Julius Bär ermöglicht die Gestaltung der Preisverleihung im Museum Ludwig und einen begleitenden Katalog, schrieben die Verantwortlichen weiter. Der Wolfgang-Hahn-Preis wird seit inzwischen 17 Jahren verliehen. Verbunden damit ist ein Ankauf von Kunst der Preisträgerin oder des Preisträgers. Dafür steht pro Jahr ein Etat in Höhe von rund 100.000 Euro zur Verfügung.

























