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25. 05. 2012
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Kölner Mundart-Komponist und Liedermacher Hans Knipp ist tot


07.12.2011 11:53 von:

Schlagwörter: Köln,Hans Knipp,tot,Liedermacher,2011,Dezember,Bläck Fööss,Songs,Altenkirchen

Der Kölsche Liedermacher und Musikproduzent Hans Knipp ist tot. Wie das städtische Presseamt am heutigen Mittwoch mitteilte, hat Oberbürgermeister Jürgen Roters den Hinterbliebenen des Verstorbenen in einem Kondolenzschreiben sein Mitgefühl ausgedrückt. Seit den 1970er Jahren hinterließ Knipp 870 Lieder, die seiner Feder entsprungen sind. Kölsche Musikgruppen wie die Paveier oder die Bläck Fööss brachten einige seiner Songs auf die Bühne und damit in die Herzen der Kölner. Roters drückte in dem Schreiben seine tiefe Betroffenheit aus, als er vom Tod des Kölschen Original erfahren hatte.

„Hans Knipp hat seit den 70er Jahren rund 870 Lieder geschrieben. Dies ist eine großartige Lebensleistung und diese Lieder waren noch mehr: sie sind die Verkörperung der Kölschen Siel, der Identität und des spezifischen Kölschen Gefühls. Das musikalische Brauchtum hat durch Hans Knipps Tod etwas ganz Wertvolles, ja Unersetzbares, verloren. Mit seinen Texten hat er Stadtgeschichten geschrieben, die die Kölner tief ins Herz treffen. Er stand für ein ganz großes Stück genialer Musikgeschichte dieser Stadt. Seine Lieder und Texte sind für die Ewigkeit geschrieben, für alle alten und jungen Kölschen Herzen. Er wird uns fehlen“, so Roters in seinem Schreiben.

Hans Rudolf Knipp wurde 1946 im Kölner Stadtteil Mülheim geboren. Der Musikschaffende starb bereits am vergangenen Freitag in seiner Wahlheimat in Altenkirchen im Westerwald. Seine erste Platte nahm er im Jahr 1969 auf. „Mir schenke dä Ahl e paar Blömcher“ („Wir schenken der Alten ein paar Blumen“) und „Ene Besuch im Zoo“ („Ein Besuch im Zoo“) sind bis zum heutigen Tag Ohrwürmer, die nicht nur in Köln intoniert werden. Allerdings trat der Erfolg erst ein, als Lotti Krekel Sängerin war. 1970 traf der damals 24-jährige Komponist erstmals auf die junge Band Bläck Fööss, als die noch weitgehend unbekannt war. Es sollte eine besonders enge und intensive Freundschaft entstehen, mehr als 100 Knipp-Songs gehörten fortan zum festen Repertoire der Kölschen Kultband, darunter Klassiker wie „Drink doch eine met“ („Trink doch einen mit“) oder „Mer losse d'r Dom in Kölle“ („Wir lassen den Dom in Köln“). Knipp ist seit 1986 Träger der Willi-Ostermann-Medaille in Gold und erhielt 1998 den KölnLiteraturPreis.







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