25. 05. 2012
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Nach langer Suche gefunden: Der neue Direktor des Museums Schnütgen
(ehu) Fast anderthalb Jahre war am Museum Schnütgen die Stelle des Direktors unbesetzt. Jetzt steht fest: Neuer Chef soll Moritz Woelk werden, noch Direktor der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Am Freitag stellten ihn Kölns Kulturdezernent Georg Quander und OB Jürgen Roters an seiner künftigen Wirkungsstätte vor. Sein Amt soll Woelk am 1. Januar des nächsten Jahres antreten. Offiziell ist er allerdings nur "Kandidat", denn der Hauptausschuss des Rates muss dieser Entscheidung am 8. August noch zustimmen.
"Wir haben eine Persönlichkeit gefunden, die langjährige Leitungserfahrung in einem Museum hat und zugleich hohe wissenschaftliche Ansprüche erfüllt", lobt ihn der OB. "Er wird den herausragenden Ruf des Museums mehren." Quander schloss sich dem an: "Wir sind froh, dass er nach Köln an eines der drei Museen weltweit kommt, die sich schwerpunktmäßig mit christlicher Kunst im Mittelalter beschäftigen."
Die ersten Museumssporen verdiente sich Woelk in Frankfurt und Darmstadt
Woelk wurde 1963 in Stuttgart geboren. Er studierte Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Geschichte in Würzburg und Braunschweig und promovierte zu einem Thema der romanischen Skulptur in Italien. Museumserfahrungen sammelte er unter anderem beim Städelschen Kunstinstitut in Frankfurt/Main, und beim Hessischen Landesmuseum Darmstadt. Seit 2001 ist er Direktor in Dresden.
An der Tätigkeit in Köln reizt Woelk "die Tradition der hervorragenden wissenschaftlichen Arbeit und die attraktive Sammlung" sowie das reiche kulturelle Umfeld zu seinem "Herzblutthema" mittelalterliche Kunst in Museen und romanischen Kirchen. Seine Pläne für das Museum will er erst mit seinen neuen Mitarbeitern absprechen, bevor er an die Öffentlichkeit geht.
Dank gab es auch für Woelks "kommissarische" Vorgängerin am Museum Schnütgen
Lob und Dank gab es am Ende auch für Dagmar Täube. Sie hatte das Museum seit dem März 2010 kommissarisch geleitet und der Stadt so die Gehaltskosten für den Direktorjob erspart. In ihre Verantwortung fiel die Umorganisation des Hauses, die der Neubau des Kulturzentrums am Neumarkt erforderte. Sie hatte sich ebenfalls um den Posten beworben. Es gab insgesamt 18 Bewerbungen, fünf kamen in die engere Auswahl, so Quander. Der Arbeitsvertrag ist unbefristet.

























