25. 05. 2012
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Peter F. Raddatz soll Berliner Opernstiftung leiten
Bereits zur kommenden Spielzeit könnte der derzeit noch in Köln amtierende Erste Betriebsleiter und Geschäftsführer der Bühnen Köln bereits Leiter der Berliner Opernstiftung sein. Ihm liege ein entsprechendes Angebot aus Berlin vor, wie das städtische Presseamt am heutigen Mittwochnachmittag bekannt gab. Allem Anschein nach will der Kölner Kulturmanager dieses Angebot annehmen. Der Stiftungsrat in Berlin hatte am heutigen Mittwoch auf seiner Sitzung den Personalvorschlag unterbreitet. Derzeit führt Stefan Rosinski die Geschäfte des Generaldirektors kommissarisch, Rosinski soll aber weiterhin als Geschäftsführer des Bühnenservice innerhalb der Opernstiftung fungieren. Der angebotene Arbeitsvertrag für Raddatz soll eine Laufzeit von fünf Jahren haben.
Innerhalb der dreiköpfigen Betriebsleitung der Kölner Kulturbetriebe Bühnen ist Raddatz der dienstälteste. Schauspiel-Intendantin Karin Beier ist zwar schon in der zweiten Spielzeit in ihrer neuen Funktion am Kölner Kulturbetrieb, der neue Opernintendant Eric Uwe Laufenberg wird seinen Posten allerdings erst am 1. September dieses Jahres antreten. Raddatz selbst steht bereits seit dem 16. August 2002 an der Spitze des Bühnenbetriebs. Sein erster Arbeitsvertrag, der bis August 2007 lief, wurde bereits im Mai 2006 bis 31. Dezember 2012 verlängert. Raddatz will nun bereits zum Ende dieser Spielzeit vorzeitig aus seinem Vertrag ausscheiden und wird seinen Dienstherrn bitten, den Vertrag bereits zum 31. August 2009 aufzulösen.
Oberbürgermeister Fritz Schramma, als Chef der Kölner Stadtverwaltung für die Personalpolitik verantwortlich, drückte nach Bekanntwerden dieser Entscheidung sein Bedauern über das vorzeitige Ausscheiden von Raddatz aus. "Herr Raddatz hat in Köln hervorragende Arbeit geleistet und leistet sie nach wie vor. Dass Berlin nach Köln schaut, um Top-Leute zu holen, wundert mich nicht. Ich hätte mir gut vorstellen können, mit Raddatz die neue Oper und das neue Schauspiel gemeinsam aufzubauen", erklärte Schramma in einer Stellungnahme. Kulturdezernent Prof. Georg Quander befindet sich derzeit noch auf Urlaubsreise. Er wird nach seiner Rückkehr Verhandlungen zu den Modalitäten der Vertragsauflösung aufnehmen, hieß es dazu abschließend. Das Arbeitsverhältnis zwischen Raddatz und seinem Arbeitgeber wurde nach mehreren gebrochenen Zusagen in informierten Kreisen als verkühlt beschrieben. Der geschäftsführende Intendant hinterlässt allerdings einen Kulturbetrieb, der wirtschaftlich auf soliden Füßen steht.

























