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25. 05. 2012
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Wasserbauer als Nachfolger von Raddatz vorgestellt


22.04.2009 14:13 von:

Schlagwörter: Köln,Bühnen,Kulturdezernent,Direktor,Wasserbauer,Quander,Spielzeit,Opernquartier

Der 1965 in Würzburg geborene Patrick Wasserbauer soll Nachfolger des scheidenden geschäftsführenden Betriebsleiters Peter F. Raddatz werden. Am heutigen Mittwoch stellte Kulturdezernent Prof. Georg Quander den 43-jährigen Volljuristen als potenziellen Nachfolger vor. Quander zeigte sich dabei sichtlich erleichtert, dass die schwierige Suche nach einem geeigneten Kandidaten so schnell über die Bühne ging. "Zum Schluss waren zwei bis drei Bewerber in der engeren Auswahl. Den Ausschlag gab ein Gespräch mit den beiden künstlerischen Intendanten", erläuterte Quander die Personalentscheidung. Quander will Wasserbauer, ebenso wie seinen beiden Kollegen an der Spitze der Kulturbetriebe Oper und Schauspiel einen Vertrag bis zum Ende der Spielzeit 2015/2016 anbieten. "Damit haben wir gewährleistet, dass das Führungstrio die Kultureinrichtungen über die bevorstehende schwierige Zeit führen werden", erläuterte Quander seine Entscheidung. Wunschtermin ist dabei der 1. September, auch einen Monat später wäre noch in Ordnung, so Quander weiter.

Flache Hierarchien geplant

Mit der Ernennung Wasserbauers will Quander zugleich auch eine andere Organisationsstruktur durchsetzen. So halte er die bisherige Konstruktion, dass der derzeit noch amtierende geschäftsführende Betriebsleiter den beiden künstlerischen Intendanten disziplinarisch vorgesetzt sei für einen "Geburtsfehler, der allerdings seine Gründe hat". Wasser wird als kaufmännischer Direktor für Finanzen und Personalfragen zuständig sein, demnach eine "kunstdienende Funktion", wie Quander weiter erläuterte. Der 43-jährige Jurist war zuvor sechs Jahre lang Orchesterdirektor der Bochumer Symphoniker, bevor er im Herbst 2007 als geschäftsführender Direktor an das Staatstheater nach Darmstadt ging. In seine Dienstzeit in Bochum fiel unter anderem auch die Planung für einen 29 Millionen Euro teuren Neubau, dessen Kosten inzwischen allerdings bereits über der ursprünglichen Kalkulation lagen, wie der neue Direktor in spe einräumte. Insofern sei die Aufgabe in Köln eine "enorme Herausforderung". Schließlich sei man bereits mitten in den Vorplanungen für das neue Opernquartier. Der in den 50er Jahren errichtete Opernbau soll saniert, das Schauspielhaus sogar abgerissen und durch einen repräsentativen Neubau ersetzt werden. Ein entsprechender Wettbewerb wurde bereits vor Monatsfrist entschieden.

Aufgrund seiner Erfahrungen in Bochum will Wasserbauer auch in Köln das Finden und Motivieren neuer Sponsoren zu einer seiner Hauptaufgaben machen. In Bochum habe er zum Ende seiner Dienstzeit die Aufgabe übernommen, zwei Millionen Euro aus der Bürgerschaft einzusammeln. Das war eine Auflage des Großsponsors Faber, der dem Neubau der Bochumer Symphoniker fünf Millionen Euro als Einzelspende zukommen ließ. Der Finanzrahmen für das mehrjährige Intermezzo von Oper und Schauspiel an verschiedenen Spielorten steht allerdings bereits fest. Der Stadtrat hatte im Sommer vergangenen Jahres nach hitzigen Debatten schließlich einen Finanzrahmen von 21 Millionen Euro beschlossen. "Es wird eine spezielle Herausforderung sein, an etwas mitzuwirken, dass mindestens 30 bis 40 Jahre halten wird", beschreibt Wasserbauer seine Motivation nach Köln zu kommen. Die ersten Gespräche mit führenden Mitgliedern der großen Stadtratsfraktionen hat Wasserbauer ebenfalls bereits hinter sich. Der Betriebsausschuss der Städtischen Bühnen wird auf seiner Sitzung am 30. April die Personalentscheidung noch beschließen müssen.







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