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25. 05. 2012
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BBK-Ausstellunghalle droht der Spar-Tod


09.09.2010 19:26 von:

Schlagwörter: Köln,BBK,Sparentwurf,Freie Szene,Streichliste,Roters,Horky,Haushaltskrise,2010,A

(js) "Wir müssen die breite Kulturlandschaft erhalten," betonte OB Jürgen Roters noch am Mittwoch, als er das Sparpaket des Stadtvorstands vorstellte. Doch jetzt sieht es so aus, als müsste eine traditionsreiche und wichtige Institution schließen: die Ausstellungshalle des BBK im Stapelhaus. Vor einer Woche wurde BBK-Vorsitzender Dieter Horky vom Kulturamt darüber informiert, dass – vorbehaltlich der Ratsentscheidung am 7. Oktober – die Betriebskostenzuschüsse von zuletzt jährlich rund 70.000 Euro gestrichen werden. "Eine ungeheuerliche Sauerei", so Horky.

"Es ist ein interner Entwurf", erklärt dazu Kulturamtsleiter Konrad Schmidt-Werthern. Wenn aber so gekürzt werden solle, wie es der Sparentwurf vorsehe – nämlich statt eines Etats von 5,6 Millionen nur noch 3,8 Millionen Euro –, müsse man die institutionelle Förderung auf Null setzen. "Sicher ist das eine bittere Pille", sagt er mit Verständnis für den Berufsverband. Der BBK könne aber wie bisher auch in Zukunft für einzelne Projekte Fördermittel beantragen.

"Mit Projektmitteln allein ist keine kontinuierliche Arbeit möglich", hält Horky dagegen. Mit einem Großteil der Zuschüsse wurden die Mitarbeiter bezahlt, die die nötige Organisation "am Laufen" hielten. Der BBK organisierte jährlich die "Offenen Ateliers", er gibt in unregelmäßigen Abständen das Kölner Künstler-Adressverzeichnis aus. Er zeigt seit 1988 im Jahresschnitt bis zu neun Ausstellungen, darunter auch die der offiziellen Kölner Kunststipendiaten. Gezeigt werden regelmäßig Künstler, die weder aus Köln kommen noch BBK-Mitglieder sind. Immer wieder auch solche, die trotz ihrer Qualität sonst in Vergessenheit geraten wären. Ob die Architekturwochen "plan" oder Designmessen, Kölns Städtepartnerschaften mit Liverpool oder Rotterdam oder die "Lange Nacht der Kölner Museen": Der BBK war immer mit Ausstellungen dabei und gab so ein Schaufenster für die freie Kunstszene in Köln und für Köln. Nicht zu vergessen die lokale Leistungsschau "Kölnkunst", die aus Geldmangel schon lange nicht mehr stattfand. "Wir waren und sind eine Visitenkarte Kölns. Wenn man uns die Mittel streicht, ist das eine klare Entscheidung gegen die Vielfalt der Kunst in dieser Stadt", sagt Horky. Sollte der schlimmste Fall eintreffen, stände die Ausstellungshalle wohl bis 2013 leer. So lange läuft noch der Mietvertrag zwischen BBK und Stadt.







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