25. 05. 2012
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Burg Vogelsang: Bauarbeiten beginnen
(ehu) Mit einer Feier wurden am Sonntag die Bauarbeiten auf der Burg Vogelsang eingeleitet. In der ehemaligen NS-"Ordensburg" soll ein Lern- und Dokumentationszentrum zur Geschichte der Anlage und des Nationalsozialismus entstehen. Inhaltlich und Finanziell getragen wird das Projekt vom Landschaftsverband-Rheinland (LVR). Renate Hötte, Erste Landrätin und LVR-Kämmerin, erklärte dazu: "Vogelsang als außerschulischen Lernort zur Geschichte des Nationalsozialismus zu etablieren, wird eine besondere Herausforderung, da er ein Täterort ist, der nicht selbsterklärend ist." Bis zum Jahr 2014 sollen hier über 42 Millionen Euro investiert werden.
Mit dem Bau der Anlage wurde 1933 begonnen, vollendet wurde sie nie. Sie diente zunächst als NS-Schulungseinrichtung, später wurde sie der Wehrmacht übergeben. 1944 wurde sie durch Bomben teilweise zerstört. 1945 wurde sie von der US-Armee besetzt, 1950 übernahmen die Belgier die Bauten als Zentrum eines Truppenübungsplatzes. Als sie nach dem Ende des Kalten Krieges abzogen, übernahm die Bundesrepublik den Komplex.
Die Nutzung der Anlage war lange unklar
Heute ist in der Burg auch das Informationszentrum für den umliegenden Nationalpark Eifel untergebracht Von hier aus finden auch die Führungen durch den Park statt. Die Verwendung der unter Denkmalschutz stehenden Anlage war lange unklar. Diskutiert wurden u.a. eine Ferienanlage sowie zuletzt ein "Krimi-Hotel". Dies wurde aber als der Geschichte der Burg nicht angemessene Nutzung abgelehnt. Im vergangenen Jahr wurden rund 200.000 Besucher gezählt. Künftig sollen hier Ausstellungen, Kultur- und Bildungsveranstaltungen stattfinden.

























