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25. 05. 2012
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Ende Juni konstituiert sich der Runde Tisch zum Opernquartier


21.05.2010 01:37 von:

Schlagwörter: Köln,Oper,Schauspiel,Sanierung,Bürgerbegehren,Rathaus,Mut zur Kultur,Konstituier

Am 27. Juni dieses Jahres wird sich in der Piazetta des Historischen Rathauses der Runde Tisch konstituieren. Wie beide Partner am späten Abend bekannt gaben, soll die sonntägliche Sitzung öffentlich sein und um 10:30 Uhr beginnen. Gemeinsam mit der Bürgerinitiative "Mut zu Kultur" lädt Kölns Stadtoberhaupt alle Interessierten ein, an dieser öffentlichen Veranstaltung teilzunehmen. Ziel ist es den Informationsaustausch zwischen Bürgern und den Verantwortlichen der Stadt zu intensivieren und bei der Entscheidungsfindung einen größtmöglichen Konsens und damit hohe Akzeptanz zu erzielen. Bereits kurz nach der Rücknahme des Neubaubeschlusses durch den Stadtrat (Köln Nachrichten berichtete) haben verschiedene Arbeitskreise ihre Tätigkeit aufgenommen. Neben Fragen der Architektur und des Städtebau spielen auch die angedachten Raumkonzepte sowie das Vergabe- und Urheberrecht eine Rolle. Als eines der ersten Ergebnisse steht nun fest, dass Oper und Schauspiel für ein weiteres Jahr am alten Standort bleiben und dort den Betrieb aufrecht erhalten wollen. Möglich macht dies die modulare Vorgehensweise, hieß es dazu weiter.

Nach den Beratungen in den zuständigen Gremien gab der Stadtrat auf seiner heutigen Sitzung außerdem 190.000 Euro für Planungskosten frei, um damit im Rahmen eines europaweiten VOF-Verfahrens Fachplaner und Projektsteuerungsleistungen zu finanzieren. Die Verwaltung geht davon aus, dem Rat die Vorschläge zur Beschlussfassung über einen Planungsauftrag im Herbst 2010 vorlegen zu können. Der Beschlussvorschlag sieht vor, die Ausschreibungen für das neue Planungsteam nicht erst nach dem konkreten Sanierungsauftrag, sondern bereits jetzt parallel zur Ausarbeitung der Machbarkeitsstudien durchzuführen. Die neuen Fachplaner und der Projektsteuerer könnten damit unmittelbar nach Planungsbeschluss zur Verfügung stehen und die Arbeit aufnehmen - und nicht erst im Januar/Februar des nächsten Jahres. Dies führt zu einem Zeitgewinn von rund vier Monaten, wie beide Partner berichteten. Unterdessen hat am heutigen Donnerstag auch das Aktionsbündnis Stadtbaukultur Vorschläge für einen neuen Zeitplan unterbreitet. Demnach sollen Oper und Schauspiel in mehreren Bauabschnitten bis zum Jahr 2030 umgebaut werden. Architekt Walter van Lom, Alt-Oberbürgermeister Dr. Norbert Burger sowie Prof. Peter Canisius stellten dabei eine weitergehende Vision des neuen Kulturquartiers und seinem Umfeld vor. Neben den bereits angedachte Ergänzungsbauten sollen unter anderem die Opernterrassen umgebaut, das Parkhaus in der Krebsgasse aufgegeben und stattdessen eine Tiefgarage errichtet werden. Eine Sichtachse zur Schildergasse und Außengastronomie auf dem umgestalteten Opernplatz sollen die Aufenthaltsqualität spürbar erhöhen. Eine mögliche Tieferlegung der Nord-Süd-Fahrt an diesem zentralen Platz sollte jedoch nicht verbaut werden, ließen die Repräsentanten des Aktionsbündnisses abschließend wissen. Mit dieser Initiative empfahlen sich die "senior experts" ebenfalls für den Runden Tisch und boten ihre Mitarbeit an.

Der erste Runde Tisch wird dabei zu einem recht großen Möbelstück. Neben Oberbürgermeister Roters werden auch die beiden Dezernenten für Städtebau (Bernd Streitberger) und Kultur (Georg Quander) sowie Generalmusikdirektor Markus Stenz, Vertreter des Personalrats und der Initiative Mut zur Kultur sowie Repräsentanten der Riphahn-Erben und der Kölner Kulturszene mit am Tisch sitzen. Auch Anlieger, Architekten und der Gestaltungsbeirat wird diesem Gremium angehören. Wie die weitere Nutzung der Bestandsgebäude aussehen soll, wird derzeit von dem städtischen Eigenbetrieb Bühnen ermittelt. Einige Abnahme der Prüforganisation TÜV können allerdings erst nach dem Ende der derzeitigen Spielzeit vorgenommen werden. Konkrete Gefährdungen durch die 50 Jahre alte Bühnentechnik gebe es aber nicht, versicherten die Stadtverantwortlichen. Die Werkstätten und Lager im Opernhaus werden - wie geplant - in der Spielzeitpause leer geräumt und beziehen ab der nächsten Spielzeit ihren neuen Standort im Schanzenviertel in Köln-Mülheim. Die Verwaltung wird in angemietete Räume in der Gürzenichstraße ziehen. Die Zahl der Bühnenangehörigen, die derzeit ihren Arbeitsplatz noch am Offenbachplatz haben, wird nach dem Umzug deutlich reduziert. Im Operngebäude findet dann kein "normaler" Theaterbetrieb mehr statt. Das Schauspielhaus zeigt sich durch die Asbestsanierung in den achtziger Jahren in einem deutlich besseren baulichen Zustand als das Operngebäude. So ist im Schauspielhaus ein "normaler" Theaterbetrieb bis zum Baubeginn möglich. Auch hier wird es in der nächsten Spielzeit Einschränkung für die Bühnentechnik geben. Weil beide Häuser des Ensembles in ihrer Infrastruktur verbunden sind, muss zum Betrieb des Schauspiels auch das Opernhaus teilweise weiter betrieben werden.

Die Veranstaltung am 27. Juni dieses Jahres ist frei zugänglich, eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich. Moderiert wird die dreistündige Diskussionsveranstaltung von Arnd Henze.


Linktipp:

4. Mai 2010: Oper und Schauspiel verschieben Umzug

11. April 2010: Letztes Aufbäumen vor der Ratssitzung

17. März 2010: Quorum für Bürgerbegehren erreicht

8. März 2010: Schauspielhaus wird Thema der nächsten Ratssitzung







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