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25. 05. 2012
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Fronleichnam kosten die städtischen Museen Geld


02.06.2010 05:26 von:

Schlagwörter: Köln,Museum,KölnTag,Ratsbeschluss,2010,Fronleichnam,Haushaltskrise

(js) Weil der erste Donnerstag des Monats Juni ein Feiertag ist, fällt der KölnTag in den städtischen Museen am morgigen Fronleichnam aus. Die Museen sind nur zu den üblichen Feiertags-Zeiten geöffnet. Es ist Eintritt zu bezahlen, und die längeren Öffnungszeiten am Abend gelten nicht. Diese Regelung entspricht dem Ratsbeschluss vom August 2008.

Im April 2009 fand der erste KölnTag statt, er ermöglicht einmal im Monat den kostenlosen Besuch der ständigen Ausstellungen in den städtischen Museen. So sollen in allen Altersgruppen neue Besucher gewonnen werden. Meist werden dazu auch spezielle Führungen und Veranstaltungen angeboten. Von Januar bis Mai dieses Jahres nutzten im Schnitt 3600 Kölnerinnen und Kölner – nur für sie gilt der KölnTag – dieses Angebot. Ob es diese Einrichtung auch noch über den Juni 2010 hinaus gibt, muss der Rat entscheiden. Angesichts der leeren Stadtkasse keine leichte Aufgabe. Die Kosten, die neben den Einnahmeausfällen aufgrund der verlängerten Abend-Öffnungszeiten entstehen, belaufen sich insgesamt auf knapp 500.000 Euro im Jahr.

Stefan Swertz, Pressesprecher des Wallraf-Richartz-Museums, würde eine Ratsentscheidung gegen den KölnTag bedauern. "Ich habe immer genossen, wie viele Leute kamen. Als Werbemittel ist er eine gute Sache." Ob der freie Eintritt einmal im Monat allerdings langfristig die erhofften neuen, dann auch zahlenden Besucher gebracht hat bzw. bringt, kann er nicht sagen. "Bevor man eine Entscheidung fällt, müsste dies kritisch untersucht werden", ergänzt er.

Auch beim Museum Ludwig sähe man "gerne" eine Fortsetzung der "sehr erfolgreichen Veranstaltungsreihe". Sie habe viele Besucher gebracht, die sonst gar nicht ins Museum kämen. Etwa "junge Mütter, die nicht Eintritt zahlen wollten auf die Gefahr hin, dass sie mit einem schreienden Kind nach kurzer Zeit das Haus wieder verlassen müssten" oder Kölner Bürgerinnen und Bürger, die "nicht über die finanziellen Mittel verfügen, regelmäßig Museumseintritt zu bezahlen".







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