25. 05. 2012
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Junge Union stellt sich gegen Neubau des Schauspiels
"Wer soll das bezahlen?â€, so beginnt der Refrain eines altbekannten Klassikers aus der fünften Jahreszeit. Und genau unter dieser Überschrift steht auch die gestrige Presseerklärung der Jugendorganisation der Kölner CDU, der Jungen Union (JU). Nicht zuletzt vor dem Hintergrund der großen Öffentlichkeit, die der Streit um die Frage Neubau oder Komplett-Sanierung nach sich gezogen hat, bezieht nun auch die JU Stellung. "Vor dem Hintergrund der kritischen Haushaltslage der Stadt Köln und der düsteren Zukunft für die städtischen Finanzen erscheint die ganze Diskussion sehr weltfremd. Das Loch im Kölner Haushalt ist eben nicht nur auf der Bühne präsent, sondern ganz real und wird, wenn keine Sparmaßnahmen stattfinden, künftige Generationen stark belasten", erklärte die Kölner Jugendorganisation der Union.
Die jungen Christdemokraten bringen nun eine dritte Option ins Spiel, eine so genannte Notsanierung des Schauspielhauses. "Mit ihr würde die Stadt ihrer Verkehrssicherungspflicht nachkommen, das Schauspielhaus würde vorerst erhalten bleiben und die städtischen Finanzen spürbar entlastet. Damit wäre bis auf weiteres doch allen Seiten genüge getan. Die Junge Union Köln appelliert an den Rat der Stadt, den Willen der Menschen nicht vollständig zu ignorieren und durch umsichtige, auf Kostenreduzierung bedachte Entscheidungen den bisherigen Beschluss zu überdenken", erklärte der Vorsitzende der Jungen Union, Florian Braun. Auch das von der Initiative gegen das Schauspielhaus getragenen Komplettsanierung, immerhin mit einer geschätzten Kostenersparnis von bis zu 100 Millionen Euro nach Aussage der Experten des Bündnisses "Mut zur Kultur" deutlich günstiger, lehnen die jungen Christdemokraten ab.
"Obwohl jedem echten Kölner das Schauspielhaus als die kulturelle Hochburg Kölns am Herzen liegt, ist weder eine komplette Sanierung, noch der Neubau im derzeitigen Haushalt drin", so Braun weiter. Die durch die Notsanierung eingesparten Finanzmittel sollen demnach verhindern, dass nun Kürzungen im Jugend- oder Sozialbereich vorgenommen werden müssen. Da nach dem Konzept die Rückzahlungen des Kommunalkredits für die Umgestaltung des Opernquartiers (wie auch immer diese aussehen werde) erst im Haushaltsjahr 2014 finanzwirksam werden, dürfte zumindest dieses Argument von den Verantwortlichen in Frage gestellt werden.

























