25. 05. 2012
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Knappe Mehrheit gegen Bebauung des Rathausplatzes
Demnach sind etwas mehr als die Hälfte aller bis dato eingegangenen Bögen gegen eine Bebauung des Ratshausplatzes.
Mitte Juni dieses Jahres hatte die Jury aus den eingereichten
Vorschlägen den Entwurf des Saarbrücker Architekturbüros Wandel,
Hoefer, Lorch + Hirsch mit einer Gegenstimme zum Sieger ernannt. Nach
Medienberichten und Protesten stellte Oberbürgermeister Fritz Schramma
nur wenige Tage nach der Präsentation der Siegerentwürfe die
Standortfrage und lehnte den Entwurf wegen seiner Massivität ab. Seit
dem 16. Juli dieses Jahres sind nun sämtliche Architektenentwürfe zu
diesem Wettbewerb im Lichthof des Spanischen Baus ausgestellt. Mit
Papierbögen können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger an der
Diskussion um den geplanten Museumsbau äußern.
Von den eingegangenen und bis dato ausgewerteten 948 Bögen lehnen 483
den vorgesehenen Entwurf am Standort Rathausplatz ab. Das entsprich
einer knappen Mehrheit von 52 Prozent. 304 dieser „Gegner“ wollen das
Jüdische Museum an einem anderen Ort sehen, der größte Teil davon –
genau 220 – schlagen als Alternative den Standort des ehemaligen
Kaufhauses Kutz an der Südseite vor. 179 Einreicher lehnten den Bau
eines solchen Hauses aus grundsätzlichen Gründen ab. Die Zahl der
Befürworter eines Neubaus an der vorgesehenen Stelle liegt jedoch mit
313 Einreichungen auf einem hohen Niveau. Überraschenderweise fällt
dabei die Gunst der Teilnehmer der Umfrage auf den Entwurf des Kölner
Architekturbüros Manuel Herz. 85 Beiträge sprachen sich für diesen
Entwurf aus, während lediglich 77 mit dem Siegerentwurf einverstanden
sind. Der Entwurf des Kölner Architekturbüros Kasper Krämer landete mit
36 Stimmen auf Rang drei. Während der Neubau des Museums zum Streitfall
geworden ist, bleibt die Archäologische Zone unbestritten, hieß es dazu
abschließend. Der nächste Zwischenbericht soll bereits in der kommenden
Woche veröffentlicht werden.
In einer von der Redaktion Köln Nachrichten initiierten Umfrage
sprachen sich bis zum heutigen Donnerstagabend 87 Teilnehmer gegen eine
Bebauung des Rathausplatzes aus. Dies entspricht einem Anteil von 43,9
Prozent. Insgesamt erreichte die Zahl der Befürworter einer Bebauung in
der laufenden Umfrage eine hauchdünne Mehrheit von genau 100
Teilnehmern. Während 46 die vorgelegten Entwürfe als „absolut gelungen“
bezeichneten, konnten sich weitere 54 (27,3 Prozent) mit den Plänen
zumindest abfinden. Elf Teilnehmer erklärten, dass es ihnen egal sei,
ob der Rathausplatz bebaut werde oder nicht. Die Umfrage ist in den
Rubriken „Lokales“ und „Kultur“ abrufbar.
Eine Zusammenfassung der politischen Diskussionen rund um den
Museumsneubau finden Sie in dem Online-Artikel auf Köln Nachrichten.

























