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25. 05. 2012
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Knappe Mehrheit gegen Bebauung des Rathausplatzes


30.07.2008 22:00 von:


Demnach sind etwas mehr als die Hälfte aller bis dato eingegangenen Bögen gegen eine Bebauung des Ratshausplatzes.   Mitte Juni dieses Jahres hatte die Jury aus den eingereichten Vorschlägen den Entwurf des Saarbrücker Architekturbüros Wandel, Hoefer, Lorch + Hirsch mit einer Gegenstimme zum Sieger ernannt. Nach Medienberichten und Protesten stellte Oberbürgermeister Fritz Schramma nur wenige Tage nach der Präsentation der Siegerentwürfe die Standortfrage und lehnte den Entwurf wegen seiner Massivität ab. Seit dem 16. Juli dieses Jahres sind nun sämtliche Architektenentwürfe zu diesem Wettbewerb im Lichthof des Spanischen Baus ausgestellt. Mit Papierbögen können sich interessierte Bürgerinnen und Bürger an der Diskussion um den geplanten Museumsbau äußern.

Von den eingegangenen und bis dato ausgewerteten 948 Bögen lehnen 483 den vorgesehenen Entwurf am Standort Rathausplatz ab. Das entsprich einer knappen Mehrheit von 52 Prozent. 304 dieser „Gegner“ wollen das Jüdische Museum an einem anderen Ort sehen, der größte Teil davon – genau 220 – schlagen als Alternative den Standort des ehemaligen Kaufhauses Kutz an der Südseite vor. 179 Einreicher lehnten den Bau eines solchen Hauses aus grundsätzlichen Gründen ab. Die Zahl der Befürworter eines Neubaus an der vorgesehenen Stelle liegt jedoch mit 313 Einreichungen auf einem hohen Niveau. Überraschenderweise fällt dabei die Gunst der Teilnehmer der Umfrage auf den Entwurf des Kölner Architekturbüros Manuel Herz. 85 Beiträge sprachen sich für diesen Entwurf aus, während lediglich 77 mit dem Siegerentwurf einverstanden sind. Der Entwurf des Kölner Architekturbüros Kasper Krämer landete mit 36 Stimmen auf Rang drei. Während der Neubau des Museums zum Streitfall geworden ist, bleibt die Archäologische Zone unbestritten, hieß es dazu abschließend. Der nächste Zwischenbericht soll bereits in der kommenden Woche veröffentlicht werden.

In einer von der Redaktion Köln Nachrichten initiierten Umfrage sprachen sich bis zum heutigen Donnerstagabend 87 Teilnehmer gegen eine Bebauung des Rathausplatzes aus. Dies entspricht einem Anteil von 43,9 Prozent. Insgesamt erreichte die Zahl der Befürworter einer Bebauung in der laufenden Umfrage eine hauchdünne Mehrheit von genau 100 Teilnehmern. Während 46 die vorgelegten Entwürfe als „absolut gelungen“ bezeichneten, konnten sich weitere 54 (27,3 Prozent) mit den Plänen zumindest abfinden. Elf Teilnehmer erklärten, dass es ihnen egal sei, ob der Rathausplatz bebaut werde oder nicht. Die Umfrage ist in den Rubriken „Lokales“ und „Kultur“ abrufbar.

Eine Zusammenfassung der politischen Diskussionen rund um den Museumsneubau finden Sie in dem Online-Artikel auf Köln Nachrichten.








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