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25. 05. 2012
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Köln: Vorstoß für neuen Kulturstandort am Ubierring


03.12.2010 06:35 von:

Schlagwörter: Köln,Luxet,Betreiber,Museumsbau,Rautenstrauch-Joest,2010,Rheinische Musikschule,

Die Verantwortlichen der Projektentwicklungsgesellschaft Luxet und der Rheinischen Musikschule haben erneut einen Vorstoß in Sachen gemeinsame Nutzung der Liegenschaft am Ubierring unternommen. SPD und FDP signalisierten noch am gleichen Tag ihre Unterstützung des neuen Vorschlags einer gemeinsamen Nutzung. Die Rheinische Musikschule und die Projektentwicklungsgesellschaft Luxet hatten zuvor den Vorschlag unterbreitet, die Immobilie des vormaligen Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring zukünftig gemeinsam nutzen zu wollen. In der Sitzung des Schulausschusses wurde das neue Konzept erstmals vorgestellt, nun deutet sich eine komfortable Mehrheit im Kölner Stadtrat für eine Lösung der offenen Fragen an. Vor allem die kulturelle Bildung soll in der Liegenschaft gefördert werden. In der politischen Bewertung scheinen sich nun auch lange vorhandene Konflikte in Luft aufzulösen. So war seinerzeit ein Ratsantrag der Liberalen, der eine Unterstützung des Vorschlags zur gemeinsamen Nutzung des ehemaligen Museumsbaus vorsah, von der Mehrheit von SPD und Grünen abgelehnt worden, wie die Liberalen in ihrer gestrigen Presseerklärung stichelten. Dabei kritisierten die Kulturpolitiker der FDP, dass es bis heute keine Machbarkeitsstudie der Stadt dazu gebe. "Darauf wartet man noch heute", so die Kritik der Liberalen.

Die SPD-Fraktion begrüßte den Vorstoß. Man sei diesem Vorschlag "aufgeschlossen gegenüber", hieß es in einer ebenfalls am gestrigen Donnerstag veröffentlichten Erklärung. Eine endgültige Entscheidung zur angestrebten gemeinsamen Nutzung stehe jedoch unter dem Vorbehalt geeigneter Rahmenbedingungen, wie die Sozialdemokraten im Kölner Stadtrat einschränkten. "Wir verfolgen den Fortgang der Gespräche der Verwaltung mit den Initiatoren von "luxet" und der Rheinischen Musikschule mit Interesse" erläuterte die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dr. Eva Bürgermeister. Die SPD wiederholte dabei ihre grundsätzlichen Bedenken gegen eine allzu schnelle Entscheidung. Man benötige ein "belastbares Finanzierungskonzept", erklärte die Vorsitzende des Kölner Kulturausschusses weiter. Nun sei die Verwaltung an der Reihe, die Verhandlungen mit beiden Institutionen erfolgreich abzuschließen und anschließend der Kommunalpolitik ein beschlussfähiges Nutzungskonzept vorzulegen. "Das wäre eine wichtiger Impuls für die Kultur- und Medienstadt Köln", so Bürgermeister weiter.

Neue Schwerpunktsetzung

Für die Liberalen steht der Vorschlag einer gemeinsamen Nutzung von Musikschule und anderen Nutzern schon seit längerer Zeit auf der Agenda. Wenig sinnvoll sei hingegen die Unterbringung eines so genannten "Premierenkinos" in dem neoklassizistischen Bau am Ubierring, kritisierten die Liberalen einen weiteren Vorschlag, der am gestrigen Donnerstag bekannt wurde. Allerdings ist auch dieser Vorschlag nicht neu. Mit Blick auf die Bundeshauptstadt Berlin hatten Kunst- und Filmschaffende immer wieder die Einrichtung und Etablierung eines solchen Premierenkinos gefordert. Ein solches Konzept halten die Liberalen indes für "wenig zukunftsfähig". "Wir Liberalen freuen uns, dass die beiden Bewerber für das Rautenstrauchgebäude zueinander gefunden haben. Die FDP hatte schon früh diese Kooperation angeregt. Hier könnte das Engagement für die kulturelle Bildung mehr sein als ein bloßer Gegenstand von Sonntagsreden", erklärte der Fraktionsvorsitzende der FDP im Stadtrat, Ralph Sterck. Den Liberalen schwebt dabei nicht weniger als die Gründung eines Zentrums für kulturelle Bildung in der Südstadt vor.

In der Vergangenheit hatte es ein hartes Ringen um die zukünftige Nutzung gegeben. Die Rheinische Musikschule, die von ihrer derzeitigen Zentrale am Standort Vogelsanger Straße, nach einer neuen Bleibe suchen muss, war schon länger Favorit bei der Belegung der neuen Immobilie. Allerdings favorisierten die Verantwortlichen noch vor eineinhalb Jahren die Errichtung eines "Zentrums für Musik und Tanz". Demgegenüber stand das Konzept eines "Hauses für Kino- und Medienkultur" der Betreibergesellschaft Luxet. Nach dem Ende der Überlegungen für ein Tanzzentrum gewann die Rheinische Musikschule zuletzt an Bedeutung für ein gemeinsames Nutzungskonzept des altehrwürdigen ehemaligen Museumsbaus.


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