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25. 05. 2012
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Kölner Oper in Bonn? - Auf der Suche nach günstigen Alternativen


19.01.2011 00:03 von:

Schlagwörter: Köln,Bonn,Zusammenarbeit,2011,Oper,Laufenberg,Stadtverwaltung,Alternative,Bausin

Die Zusammenarbeit der Städte Bonn und Köln könnte möglicherweise schon sehr bald ganz konkrete Formen annehmen. Die Frage dreht sich dabei vor allem darum, wohin die Kölner Oper in den letzten beiden Jahren der Interimslösung – bedingt durch die Sanierung des mehr als 50 Jahre alten Operngebäudes – umziehen soll. Zwar favorisiert der derzeitige Intendant Uwe-Eric Laufenberg den Standort am Breslauer Platz. Aber nach Ansicht der SPD seien auch andere Alternativen denkbar. Ausgangspunkt der Überlegungen in der SPD-Fraktion sind nach den zitierten Worten ihres Fraktionsvorsitzenden Martin Börschel vor allem Überlegungen, wie sich die hohen Kosten für die Interimslösung (ca. 33 Millionen Euro) reduzieren lassen. Insbesondere die Unterbringung der Kölner Oper in Köln habe durchaus Charme, wie Börschel dem Kölner Stadt-Anzeiger andeutete. Schon im vergangenen Jahr hatten die beiden Stadtoberhäupter über gemeinsame Wege in der Kulturpolitik nachgedacht und sich darüber ausgetauscht. Allerdings hatte Bonns Stadtoberhaupt Jürgen Nimptsch noch im Herbst vergangenen Jahres vor, die Oper komplett in Bonn zu schließen. Mit Kölner Unterstützung könnte nun ein handfestes Kooperationsprojekt daraus werden.

Die Frage der Entfernung sei kein wirklicher Hinderungsgrund, erklärte der SPD-Politiker der Kölner Tageszeitung weiter. 30 Kilometer zwischen Köln und Bonn seien hinnehmbar. Und das Bonner Opernhaus selbst habe mit einer derzeitigen Kapazitätsauslastung von 74 Prozent noch "Luft nach oben". Allerdings befinden sich die Überlegungen noch in einem sehr frühen Stadium, wie Börschel gegenüber der Zeitung einräumte. Der Vorteil dieser Variante liegt wohl in der weitgehenden Kostenneutralität. Im Gegensatz zu anderen Spielstätten benötigt eine Aufführung der Kölner Oper in Bonn keine zusätzlichen baulichen Investitionen. Auch die neue Mehrzweckhalle, die die Kölner Friedrich Wassermann Bauunternehmung im Kölner Stadtteil Vogelsang errichten will, sei eine Alternative zum Musical Dome in der Innenstadt. Über etwaige Sonderwünsche sei der Bauherr der neuen Halle bereits informiert, hieß es dazu weiter.

Bei der Umsetzung des neuen Opernquartiers am Kölner Offenbachplatz wolle man außerdem noch weitere Vorschläge zur weiteren Kostenreduzierung prüfen. Derzeit gehen die Kalkulationen der wahrscheinlichen Variante des zukünftigen Opernquartiers von einer Gesamtinvestition in Höhe von mehr als 250 Millionen Euro aus. Mehr als zehn Millionen Euro könnten durch die Zusammenlegung von Studiobühne und Kinderoper eingespart werden, so ein weiterer Vorschlag des SPD-Fraktionschefs im Kölner Stadtrat. Aus dem Bonner Rathaus und aus der Kölner CDU-Fraktionszentrale kamen dagegen vorsichtig positive Reaktionen. Eher ablehnend scheint dagegen Opernintendant Uwe-Eric Laufenberg den neuen Überlegungen gegenüber zu treten. Und auch die CDU ist eher dafür die Oper in der Domstadt zu behalten. Sie setzt sich für die Nutzung der neuen Mehrzweckhalle ein. Am späten Dienstagnachmittag bestätigte die Stadtspitze, dass man die Vorschläge im Zusammenhang mit der geplanten Sanierung von Oper und Schauspielhaus sowie zum Interim im Rahmen des Ratsauftrags ebenfalls fundiert bewerten und im Vergleich zu den bisherigen Lösungsalternativen dem Rat zur Beschlussfassung vorlegen werden", wie die Stadt in ihrer Presseerklärung ausführte. Bis April, so führte die Stadtspitze weiter aus, müsse dieser Auftrag abgearbeitet sein, um den Zeitplan nicht zu gefährden.







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