25. 05. 2012
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Kölnisches Stadtmuseum bleibt am Dienstag geschlossen
Das Kölnische Stadtmuseum bleibt am morgigen Dienstag geschlossen. Das teilte die Kölner Stadtverwaltung am heutigen Montag mit. Grund für die außerplanmäßige Schließung des städtischen Ausstellungshauses ist die defekte Heizungsanlage im Haus. Die stammt aus dem Jahr 1958 und war am vergangenen Wochenende ausgefallen. Trotz intensiver Bemühungen konnten die Experten der städtischen Dienststellen und der Rheinenergie den Fehler nicht beheben. Die Bemühungen laufen weiter, wie die Stadt betonte. Allerdings muss das Museum am morgigen Dienstag geschlossen bleiben.
Die aus dem Jahr 1958 stammende Uralt-Anlage war am vergangenen Wochenende mitten in der Kältephase ausgefallen. Die Heizung wurde zwar in den 1980er Jahren saniert, blieb aber seitdem ohne größere Veränderungen in Betrieb. Nun wollen die Fachleute versuchen, die Heizungsanlage wieder in Ganz zu bringen. Davon wird nach Darstellung der Stadtverwaltung abhängen, ob das Museum danach wieder eröffnet werden kann. Das Stadtmuseum ist inzwischen an das Fernwärmenetz angeschlossen. Der größte Teil der Haustechnik ist jedoch so alt wie das Museum selbst. Und das wurde im Jahr 1958 seiner Bestimmung übergeben.
Erheblicher Sanierungsstau in Kölner Museen
Das Kölnischer Stadtmuseum ist nicht das einzige Sorgenkind der Kölner Kulturverwaltung. Auch das Römisch-Germanische Museum weist einen erheblichen Sanierungsstau auf. Der Bedarf alleine dieser beiden Häuser soll sich Schätzungen zufolge auf einen zweistelligen Millionen Euro-Betrag summieren. Im Falle der Heizungsanlage im Kölnischer Stadtmuseum dürfte es mit einer Reparatur der Heizungsanlage selbst nicht getan sein. Nach einem Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers fehlen inzwischen sowohl Ersatzteile als auch die passenden Werkzeuge, um den vermuteten Schaden beheben zu können. Am Wochenende hatte der neue Museumschef Mario Kramp Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW) alarmiert, nachdem die Temperatur im Inneren des Hauses auf 14 Grad Celsius abgefallen war. Noch am Wochenende ließ der Museumschef die wertvollsten und empfindlichsten Exponate aus der laufenden Sonderausstellung an einen sicheren Ort bringen. Nach Darstellung des Stadt-Anzeigers belaufen sich die Kosten für eine Generalsanierung auf rund vier Millionen Euro. Hinzu kommen sollen weitere vier Millionen Euro Umbaukosten für eine Neuinstallation der Dauerausstellung. Auch das Römisch-Germanische Museum muss generalsaniert werden. Im Gegensatz zum Stadtmuseum wird dieses Vorhaben aber deutlich teurer werden. Ein externes Büro hatte im Spätsommer ein Gutachten erstellt und die Kosten dafür sogar auf rund 18 Millionen Euro beziffert.

























