25. 05. 2012
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Kölns Stadtarchiv wirbt in Hamburg für Patenschaften
(js) Die Politiker konnten der Ausstellung über den Einsturz des Kölner Stadtarchivs im Berliner Gropius-Bau keine großzügige Unterstützung erweisen. Wohl aber einige Besucher: Sie übernahmen Patenschaften in Höhe von insgesamt 20.000 Euro für die Restaurierung beschädigter Dokumente, die bei der Einsturzkatastrophe am 3. März vergangenen Jahres schwer beschädigt wurden. Nun hoffen die Initiatoren der Ausstellung auf einen ähnlichen Erfolg im Hamburger Staatsarchiv.
Gezeigt werden dort bis zum 28. Mai neben der Geschichte des Kölner Archivs erste Erfolge der Restaurierungsarbeit, vor allem am Beispiel einer Handschrift des mittelalterlichen Universalgelehrten Albertus Magnus zum Matthäus-Evangelium. Hamburg selbst kennt den Verlust einmaligen Kulturgutes: 1842 zerstörte ein Brand große Teile der Altstadt und des Archivs. Inzwischen haben auch andere Städte und Archive Interesse an der Dokumentation gezeigt. Auch die Stadt Köln sucht Räume, um die Ausstellung zumindest teilweise den eigenen Bürgern zu zeigen. Sie hatte im Vorfeld für beachtliche Aufmerksamkeit gesorgt, weil Kulturdezernent Prof. Georg Quander einen vom Buchhändler Walther König gesponserten Katalog nicht übernehmen wollte. Zwei kritische Artikel über den Umgang Kölns mit dem Archiv hatten sein Missfallen erregt. Daraufhin entstand eine eigene stadtgefällige Publikation.
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