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25. 05. 2012
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Kulturzentrum am Neumarkt: Erster Bauabschnitt an Nutzer übergeben


16.11.2008 23:00 von:

Schlagwörter: Köln,Kulturzentrum am Neumarkt,Neubau,fertig,2008,November

Genau genommen ist ein Teil des Gebäudes sogar schon bezugsfertig. Das machten die Verantwortlichen am heutigen Montag mit einer Schlüsselübergabe für den ersten Bauabschnitt deutlich. Ein Festakt war dabei nicht geplant, es ging eher unspektakulär zu. Bei einem Pressetermin wurden die Journalisten und Kamerateams über einen Seiteneingang geführt. Da die Bauarbeiten, insbesondere der Innenausbau, am neuen Kulturzentrum noch bis Herbst kommenden Jahres andauern sollen, sollen die vielen Baugerüste und Absperrungen am Südeingang nicht den Eindruck erwecken, der Zeitplan verzögere sich. Mit den ersten 3700 Quadratmeter Büro(nutz)fläche wird der nach Osten gewandte Büroflügel aber bereits in Kürze die ersten Nutzer aufnehmen. Fenster, Heizung, Verputzung und Anschlüsse, sogar ein parkettartiges Laminat wurde bereits verlegt. Jetzt müssen nur noch die Tische, Stühle und Aktenschränke herbei geschafft werden.

Und so zeigten die Verantwortliche trotz trüber Witterung ein erfreutes Gesicht. Dr. Dagmar Teube, stellvertretende Direktorin des Museums Schnüttgen, des Rautenstrauch-Joest-Museums sowie des Museumsdienstes können schon bald ihre neuen Räume beziehen. Als erste werden Teile der Museumsverwaltung des Schnütgen in die vierte der insgesamt fünf Büroetagen einziehen. Der Umzug soll noch Anfang Dezember dieses Jahres vonstatten gehen, wie Tube. Bereits kurze Zeit später, offiziell wurde als Termin der Jahreswechsel genannt, zieht der Museumsdienst nach. Im kommenden Frühjahr will dann auch das Rautenstrauch-Joest-Museum mit dem Umzug seiner Verwaltung vom bisherigen Standort Ubierring in das neue Domizil einziehen. Neben den 3700 Quadratmetern Büronutzung soll in dem insgesamt über 23.000 Quadratmeter Bruttogeschoss- und mehr als 15.000 Quadratmeter Nutzfläche umfassenden Komplex auch tatsächlich „ein echtes Kulturzentrum entstehen“, wie Prof. Dr. Klaus Schneider, Direktor des Rautenstrauch-Joest-Museums, bei der kurzen Zeremonie vor Betreten des neuen Gebäudes ausführte. Den größten Anteil an den reinen Ausstellungsflächen nimmt dabei das Völkerkundemuseum ein. Alleine schon der Riesen-Reisspeicher, der im überglasten Foyer des Zentrums aufgebaut wird, gibt einen ersten Eindruck, wie das Haus zukünftig mal aussehen könnte. Entbehren sollen die späteren Besucher hingegen nichts. Dort wo derzeit noch am Verbindungsbau zwischen dem altehrwürdigen Museums Schnütgen und der neuen Immobilie ein eingeschossiger Verbindungstrakt errichtet wird, haben die Verantwortlichen etwas ganz Spezielles vor. Die nach Norden angrenzende Seite des Neubaus soll mit Milchglasscheiben ausgestattet sein. Dieser werden dann in der Dunkelheit von Innen angestrahlt werden, wie Teuber erläuterte. Auf der südliche Seite schließen die Westfassade des romanischen Kirchenbaus, der alte Schnütgen-Verwaltungstrakt sowie eben jener Zwischenbau an. Im Erdgeschoss soll es gastronomische Nutzung geben, bei schönen Wetter sollen Stühle und (bei Bedarf) Heizstrahler aus dem derzeit noch kargen Platz ein „urbanes Kleinod“ entstehen lassen, wie Teube vorschwärmte.

Viel Platz für die vielen Schätze und Sammlungen

Aber nicht Gastronomie oder Architekturfragen standen im Mittelpunkt der Diskussionen unter den ersten Besuchern. Vielmehr erläuterten die betroffenen Kulturverantwortlichen ihre Pläne für die weitere Zeit. Auch das mögliche Programm nach der Eröffnung scheint sich bereits jetzt abzuzeichnen. Der größte Einzelnutzer, das Rautenstrauch-Joest-Museum, wird im Rahmen seiner ersten Dauerausstellung die altamerikanische Sammlung des Ehepaars Ludwig präsentieren. Auch für das Museum Schnütgen bieten die neuen Flächen endlich die lange herbei gesehnte Vergrößerung. „in Zukunft können wir wesentlich mehr Exponate ausstellen. Im Falle Schnütgen kommt allerdings hinzu, dass bereits jetzt die Verwaltung des Museums an mindestens drei Standorten in Köln zur Miete arbeitet. „Die Mieten für dieser Flächen können wir demnächst einsparen“, weiß Teube. Entworfen hat das Gebäude mit einer Vorlauf- und Planungszeit von zwölf und einer reinen Bauzeit von zwei Jahren das Osnabrücker Architekturbüro Schneider + Sendelbach. Die Kosten für die Herstellung des Museumsbaus werden von Land und Kommune getragen, sie beliefen sich nach der ursprünglichen Planung auf 61 Millionen Euro, davon 38 Millionen vom Land. Der Innenausbau ist hingegen Sache der Kommune. Bereits im Spätsommer musste die Verwaltung einräumen, dass sie wesentlich mehr Geld für den Innenausbau benötigen: Einem entsprechender Beschlussvorschlag der Verwaltung zufolge dem die Ratsmitglieder widerwillig

Auch für den Museumsdienst bedeutet der Standortwechsel an den Neumarkt neue Chancen. Mit der Konzeption eines so genannten Junior-Museums und weiterer Werkstatträume soll auch der Fachbereich unter Leitung von Dr. Matthias Haarmann mehr Platz für eigene Aktivitäten handeln. Vor allem bei der Arbeit mit Kindern habe man Flächenbedarf ermittelt, hieß es dazu weiter. Was den ehrgezeigen Zeitplan angeht, ist zumindest Haarmann gelassen. Er könne sich auch vorstellen, erst in den ersten Januarwochen des kommenden Jahres in die neuen Räume einzuziehen. Schließlich müsste bei einem Umzug auch der komplette Museumsdienst auf einmal an den neuen Standort gehen. Das bevorstehende Weihnachtsgeschäft ist auch für den Museumsdienst mit seiner Buchungsabteilung Thema. Das wolle man auf keinen Fall durch einen Umzug gefährden, hieß es dazu abschließend.

Weitere Nutzer der Immobilie sind neben den bereits genannten auch die Volkshochschule VHS und die Kölner Kunsthalle.







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