25. 05. 2012
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Kunst und Museumsbibliothek (KMB) gefährdet?
(TB) In Köln gründet sich eine Initiative zur Rettung der Kölner- Kunst und Museumsbibliothek, sie nennt sich "Kölner Bücherschwarm" und möchte die Schließung der einzigartigen Bibliothek verhindern. Nach Auskunft der Initiative steht die Bibliothek auf einer "Liste" der Stadt Köln, in der kulturelle Einrichtungen aufgeführt sind, die aus Spargründen geschlossen werden sollen. Seit über 50 Jahren stellt die KMB einen einzigartigen Literaturbestand einer breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Die Namensgebung bezieht sich auf die sogenannte Schwarmintelligenz, die Summe der vielen miteinander verknüpften Ressourcen macht erst die Gesamtintelligenz aus, natürlich auch eine Metapher für Bibliotheken.
Die KMB ist tatsächlich eine herausragende Spezialbibliothek für moderne und zeitgenössische Kunst, sowie Fotografie. International besetzt die Bibliothek einen Spitzenplatz. Mit über 400.000 Büchern und rund 7.000 Zeitschriften verfügt sie über größere Bestände als etwa das "Museum of Modern Art" in New York, die "Tate Library" in London oder die "Bibliothèque Centre Pompidou" in Paris. Die KMB ist als eine der größten öffentlichen Kunst- und Museumsbibliotheken weltweit ein Zentrum kunstwissenschaftlicher Forschung. Gerade WissenschaftlerInnen, aber auch die Kritik und Publizistik nutzt die Bibliothek. Über diese schriftlichen Kanäle wird Köln natürlich erst wirklich zur Kunststadt, so ist diese Bibliothek vielleicht soetwas wie das Hirn der Kunst in Köln.
Aufgrund dieser herausragenden Stellung für die kunstwissenschaftliche Forschung wird die Bibliothek von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziell unterstützt. Daran geknüpft ist jedoch die Bedingung, sie der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Die Nachfrage ist deutlich – allein im letzten Jahr haben 14.000 LeserInnen die Präsenzbibliothek genutzt, mit steigender Tendenz. Durch eine Schließung oder Umstrukturierung sollen ca. 1 Million Euro eingespart werden. Die Initiative "Kölner Bücherschwarm" fürchtet allerdings, dass öffentliche Zuwendungen, aber auch private Spenden zurückgezahlt werden müssen, sollte die Bibliothek schließen.
Museen der Stadt Köln, die Kunst- und Museumsbibliothek.
Lesesaal im Museum Ludwig
Heinrich-Böll-Platz / Bischofsgartenstraße 1
Lesesaal im Museum für Angewandte Kunst
An der Rechtschule

























