25. 05. 2012
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LVR: Mehr als zehn Prozent weniger Besucher in LVR-Museen
In den Museen in Trägerschaft des Landschaftsverbands Rheinland LVR wurden im abgelaufenen Jahr mit mehr als 1,2 Millionen rund 150.000 Besucher weniger verzeichnet als ein Jahr zuvor. Insgesamt unterhält der LVR elf Ausstellungs- und Kulturbetriebe in seinem Zuständigkeitsbereich. "Die LVR-Museen stehen für eine moderne und hochwertige Vermittlung von rheinischen Kulturthemen - und das trotz massiver Einsparungen im zurück liegenden Jahr. Unsere Gäste wissen diese Qualität zu schätzen und fühlen sich wohl in unseren Häusern. Gerade für Menschen mit Behinderungen möchten wir in den kommenden Jahren noch mehr tun", betone Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Umwelt. Die Barrierefreiheit ist dem LVR aber nicht nur aus Grümnden des internationalen Völkerrechts und der UN-Konvention dazu ein Herzensanliegen. So bietet der LVR in seinem Bonner Landesmuseum derzeit Führung mit Gebärdensprachenvideos, eines der ersten in Deutschland überhaupt, so die Verantwortlichen.
Der Archäologische Park im niederrheinischen Xanten war mit 575.000 Besucherinnen und Besucher auch im vergangenen Jahr Publikumsmagnet Nummer eins. Allerdings verlor der Museumskomplex samt Römermuseum auf dem Gelände gegenüber dem Vorjahr rund 135.000 Gäste. Allerdings war das Jahr 2009 auch das Jahr nach der Eröffnung des Museums. Dabei gehört das LVR-Museum zu den zehn größten Bauwerken im bevölkerungsreichsten Bundesland, wie der LVR unter Verweis auf ein jüngst durchgeführtes Ranking des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders ausführte. Auch das LVR-Landesmuseum in Bonn musste ein Minuszeichen hinnehmen. Hier sank die Zahl der Besucher von 111.100 auf 100.300. Allerdings hoffen die Verantwortlichen, dass das Bonner Museum in diesem Jahr dank der neuen Ausstellung "Elefantenreich" in der Publikumsgunst deutlich zulegen wird. Nahezu unverändert waren die Besucherzahlen in den beiden Freilufteinrichtungen Lindlar und Kommern. Das LVR-Industriemuseum hingegen musste ebenfalls Einbußen verkraften. Leicht zulegen konnte hingegen das LVR-Industriemuseum in Oberhausen. Hier wurden im vergangenen Jahr etwas mehr als 60.000 Gäste gezählt, etwa 4000 mehr als ein Jahr zuvor. Auch das Max-Ernst-Museum in Brühl bei Köln verzeichnete ein leichtes Plus bei den Besucherzahlen. Den letzteren Anstieg erklären sich die Verantwortlichen mit der erfolgreichen Ausstellung des Verpackungskünstlers Christo.
Der LVR setzt sich im Besonderen für den Erhalt und die Sicherung der kulturellen Vielfalt im Rheinland ein. "Mit unserem LVR-Netzwerk Kulturelles Erbe tragen wir Kultur-Einrichtungen in den Kommunen institutionell mit", so LVR-Kulturdezernentin Karabaic. Das Netzwerk unterstützt Museen und Kultureinrichtungen in der Region durch eine jährliche finanzielle Förderung. In 2010 hat der LVR rund 2,8 Millionen Euro investiert, um zum Beispiel den Betrieb des Ruhrmuseums Essen, von vogelsang ip in der Eifel oder der Römerthermen Zülpich zu sichern. "Der LVR wendet allein für das Ruhrmuseum rund 1,85 Millionen Euro im Jahr auf - das ist ein gutes Drittel der anfallenden Betriebskosten. Die rund 500.000 Ruhrmuseumsgäste belegen, dass dieses Geld gut angelegt ist. Es zeigt, dass der LVR beim Thema Kultur als starker Partner an der Seite der Kommunen im Rheinland steht", so Karabaic. Mittelfristig soll die ehemalige Ordensburg Vogelsang als weiterer Ort der kulturellen Bildung zum dauerhaften Ausstellungsort werden. Im Jahr 2013 soll das Forum Vogelsang seine Pforten öffnen, hieß es dazu abschließend.
Weitere Informationen zu den verschiedenen Kultureinrichtungen des LVR finden sie auch im Internet unter: www.lvr.de.

























