25. 05. 2012
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LVR-Museen locken 1,36 Millionen Menschen an
Im August 2008 öffnete das neue LVR-RömerMuseum seine Pforten. Und schon im ersten vollen Jahr seiner Existenz kamen etwas mehr als 710.000 Besucherinnen und Besucher in den Archöologischen Park nach Xanten. Im Jahr 2008 waren es mit 418.500 Gästen deutlich weniger, das aber liegt an der Eröffnung im August. Der ungebrochene Zuspruch für das jüngste der LVR-Museen freut Milena Karabaic, LVR-Dezernentin Kultur und Umwelt, ganz besonders: "Das LVR-RömerMuseum ist aus dem Stand zu einem der beliebtesten und meistbesuchten Museen in Deutschland geworden. Die Qualität der Architektur und die spannende Vermittlung der Themen haben unsere Museumsgäste begeistert. Von dieser Aufmerksamkeit profitierten langfristig natürlich auch die anderen LVR-Museen", so die LVR-Dezernentin. Kein Aprilscherz war dabei die Entscheidung der politischen Gremien im LVR, zum 1. April vergangenen Jahres den Museumsbesuch für Minderjährige kostenlos zu machen. Ebenfalls positiv angenommen wurde die LVR-Museumskarte, die für 19 bzw. 29 Euro erhältlich ist.
Insgesamt befinden sich sieben Museen in Trägerschaft des Landschaftsverbandes. Neben Xanten gehören auch Oberhausen, Solingen, Bergisch-Gladbach, Euskirchen, Engelskirchen und Ratingen zu den Standorten von LVR-Museen. Nach Xanten konnte vor allem Solingen und das dortige Industriemuseum seine Besucherzahlen um fast ein Viertel auf 34.280 Gäste steigern. Die anderen fünf Industriemuseen konnten ihre Besucherzahlen ebenfalls steigern. Lediglich in Ratingen war die Zahl mit 18.100 rückläufig. Das allerdings liegt an einer Sanierungsmaßnahme des Herrenhauses Cromford. Das LVR-Feilichtmuseum Kommern kam auf 203.000 Besucher, das Museum in Lindlar hingegen verpasste mit 98.500 Besuchern knapp die 100.000er-Marke, die man im Vorjahr knapp übersprang. In Bonn (LVR-Landesmuseum) hingegen stieg die Besucherzahl um gut fünf Prozent auf 117.700 Gäste. Im Max-Ernst-Museum Brühl ging die Besucherzahl deutlich von 57.000 auf 44.000 zurück. Der Landschaftsverband hofft jedoch mit der Ausstellung zu David Lynch, die noch bis zum 21. März dieses Jahres läuft, auf einen guten Start ins neue Jahr. In die Jahresrechnung kamen darüber hinaus zwei im vergangenen Jahr eröffnete Kultureinrichtungen neu hinzu. Das LVR-Kulturzentrum Brauweiler (ab November 2008) und das LVR-Kulturhaus Landsynagoge Rödingen (ab 6. September 2009) verzeichneten ebenfalls aus Sicht des LVR zufriedenstellende Ergebnisse. Rund 1000 Gäste kamen nach Brauweiler, um sich dort in der ehemaligen Arbeitsanstalt umzuschauen. Nach Rödingen kamen seit der Eröffnung rund 750 Gäste. Hier dürften es im laufenden Jahr deutlich mehr werden.
Insgesamt rechnet LVR-Dezernentin Milena Karabaic mit einem guten Jahr. So unterstützt auch der LVR das neue Ruhrmuseum. Auch 2010 wird es wieder einige neue Ausstellungen geben. Dazu gehören die Gemäldeausstellung "Feuerländer" im Industriemuseum Oberhausen ab Juli dieses Jahres. In diesem Jahr soll auch das Herrenhaus Cromford am Standort Ratingen im Laufe des Frühjahres 2010 wiedereröffnet werden. Ab September wartet dann das LandesMuseum Bonn mit der Wechselausstellung "Reanissance am Rhein" auf. Die zuständige LVR-Dezernentin räumte allerdings ein, dass die Konsequenzen der Wirtschaftskrise ein gewisser Unsicherheitsfaktor sind. Der LVR wird aber an seinen Kultureinrichtungen festhalten und soll so auch 2010 ein "verlässlicher Partner der regionalen und kommunalen Kultur", so Karabaic abschließend.
# Weitere Informationen zu den Museen des Landschaftsverbandes finden Sie auch im Internet unter: www.lvr.de.

























