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25. 05. 2012
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Nach 30 Jahren Nichtstun reicht Farbe allein nicht


05.07.2011 06:31 von:

Schlagwörter: Köln,Gürzenich-Orchester,Akademie der Künste der Welt,Kulturausschuss,Stenz,Akus

(ehu) Seit gut 30 Jahren hat das Gürzenich-Orchester einen Proberaum. Seit gut 30 Jahren wurde in schlechter Kölner Tradition nichts getan, um ihn in Schuss zu halten. Das soll jetzt anders werden. Generalmusikdirektor Markus Stenz legte am Montag dem Kulturausschuss Orchester vier Vorschläge zur Sanierung der Räume an der Stolberger Straße vor.

Die "Pinselvariante" sah im wesentlichen nur einen neuen Anstrich vor, zwei andere Vorschläge warteten mit teuren und "luxuriösen" Erweiterungen auf, die auch öffentliche Veranstaltungen ermöglicht hätten. Doch Stenz gab sich bescheiden und plädierte für "Variante 2". Darin würde sich das Orchester wohlfühlen, hätten auch die Orchestermitglieder einstimmig erklärt und dafür gestimmt. "V2" bringe den Raum in einen "idealen Zustand", so Stenz, verbessere vor allem die Akustik und die "Podesterie". Außerdem sei ein Tonstudio geplant. Dann müsse man für Aufnahmen nicht mehr die Philharmonie mieten und könne so Geld sparen.

Rund 2,3 Millionen Euro soll die von Stenz favorisierte Sanierung kosten. Die Fraktionen werden jetzt intern über die verschiedenen Varianten diskutieren.

Auch in die Gründung der "Akademnie der Künste der Welt" kommt Bewegung

"Ohne Votum" leitete der Kulturausschuss einen Antrag an den Rat weiter. Darin bittet die Kulturverwaltung um die Freigabe von 140.000 Euro, damit die geplante Akademie der Künste der Welt ihr "operatives Geschäft" aufnehmen könne. Verwundert zeigten sich die Politiker darüber, dass eine Stiftung gegründet werden soll statt wie vor zwei Jahren vorgesehen ein Verein. Auch eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) wurde als dritte Möglichkeit genannt. Für ein vergleichendes Gutachten über diese drei Rechtsformen habe man kein Geld, sagte die Verwaltung auf Nachfrage.

Zur Kenntnis genommen wurde Kulturdezernent Georg Quander Erklärung, die Stiftung garantiere eine autonome Akademie mit selbstverwalteten Gremien. Über das Kuratorium könne die Politik die Geschäftsführung kontrollieren. Der Ausschuss empfahl, den künftigen Geschäftsführer der Stiftung nicht nur auf nationale Ebene zu suchen. Der Rat wird am 14. Juli über den Antrag entscheiden.







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