25. 05. 2012
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Neues Konzept für Kinderoper wird geprüft
Auch für die Kölner Kinderoper gilt die verlängerte Interimfrist bis zum Jahr 2015. Wegen Verzögerungen bei der geplanten Umgestaltung des Opernensembles am Offenbachplatz in der Kölner Innenstadt hat Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters nun angeregt, für die verlängerte Interimszeit ein Konzept aufzustellen. In Betracht komme dabei in Anlehnung an die Tournee der Oper durch verschiedene Spielstätten auch eine Tour für die junge Ausgabe der Oper. Die Verwaltung soll dabei aufzeigen, welche Spielstätten für ein solches Konzept genutzt werden können und wie die Finanzierung und die organisatorischen Fragen des Spielbetriebs zu lösen wären. Ins Spiel brachte Kölns Stadtoberhaupt unter anderem Schulen als mögliche Spielstätten.
Das Konzept soll zudem eine tragfähige Kostenkalkulation beinhalten, forderte Roters weiter. Nach dem Ratsbeschluss vom 13. April vergangenen Jahres verlängert sich auch die Interimsspielzeit für die Kölner Kinderoper um zwei Jahre bis 2015. Bis 2013 wurde das Alte Pfandhaus am Kartäuserwall als Ersatzspielstätte angemietet, aber für die Zeit danach braucht es noch weitere Lösungen. Erklärtes Ziel ist es, dass die feste Stamm-Spielstätte der Kinderoper nach der Sanierung von Oper und Schauspielhaus weiter am Offenbachplatz sein soll. Die Verwaltung soll aber auch prüfen, ob das Konzept "Kinderoper unterwegs" auch im späteren Spielbetrieb fortgesetzt werden kann, um möglichst viele Kinder im Kölner Stadtgebiet mit diesem Angebot zu erreichen. "Bereits bei ihrem Start hat die Kölner Kinderoper eine innovative Idee in die Realität umgesetzt. Sie war die erste Kinderoper in Deutschland. Mit dem Konzept "Kinderoper unterwegs" besteht jetzt die Chance, einen weiteren innovativen Ansatz zur realisieren", erklärte Roters. Diese Lösung könnte unter anderem auch zu einer Vereinfachung der Problematik der Spiel- und Probezeiten am Spielort Offenbachplatz führen, hieß es dazu abschließend.
Lob vom politischen Gegner
Die CDU im Kölner Stadtrat reklamiert für sich, die Idee einer mobilen Kinderoper bereits im Vorfeld des gestrigen Unterausschuss Opernquartier in die Debatte eingebracht zu haben. Offenbar habe das Kölner Stadtoberhaupt Gefallen an diesem Vorschlag gefunden, teilte die CDU-Fraktion im Kölner Stadtrat in einer Presseerklärung mit. "Wir würden es begrüßen, wenn das erfolgreiche Ensemble der Kinderoper durch die Kölner Schulen in den verschiedenen Stadtbezirken tourt. So könnte man auch Kinder und Jugendliche erreichen, die bislang keinen Zugang zu klassischer Musik haben. Das wäre musikalische Bildung pur und wir würden die Chance ergreifen, jungen Menschen zu vermitteln, dass Oper alles andere als verstaubt oder elitär ist", so die Begründung des Fraktionsvorsitzenden Winrich Granitzka.

























