25. 05. 2012
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NS-Dokumentationszentrum präsentiert positive Bilanz für 2008
Das NS-Dokumentationszentrum hat auch im vergangenen Jahr wieder mehr Besucher angelockt als ein Jahr zuvor. Damit setzt sich Erfolgsgeschichte des städtischen Museumsbetriebs auch im 21. Jahr nach seiner Gründung auf Erfolgskurse. Dank zahlreicher neuer Projekte und Ausstellungen zogen die Verantwortlichen rund 52.000 Besucher in das EL-DE-Haus, die Einnahmen stiegen bedingt durch die gestiegenen Besucherzahlen auf 113.000 Euro. Längst ist aus der ursprünglich als Gedenkstätte konzipierten Einrichtung ein Lernort und auch ein Zentrum der zeitgeschichtlichen Forschung entwickelt, wie der Leiter der Einrichtung, Dr. Werner Jung bei der Präsentation des Jahresberichts bekannt gab. Alleine im Laufe der vergangenen sechs Jahre habe man die Zuschauerzahlen verdoppeln können. Nur rund ein Viertel der Besucher im vergangenen Jahr kamen aus Köln. Vor allem das Kölner Umland, aber auch aus den westlichen Nachbarländern verschafften sich in dem Dokumentationszentrum einen Einblick in die schreckliche Zeit der NS-Diktatur. Besonders beeindruckend ist dabei jedes Mal der Gang in den Keller des ehemaligen Gestapo-Hauptquartiers. Hier sind die Räume so belassen, wie sie von den dort Inhaftierten im Jahr 1945 nach der Befreiung hinterlassen wurden.
Auch räumlich wird das NS-Dokumentationszentrum immer größer. Im vergangenen Jahr beschloss der Kölner Stadtrat, die Flächen des Zentrums um eine ehemalige Galeriefläche erweitert. Ab 2012 wollen die Verantwortlichen dort Sonderausstellungen organisieren, dafür stehen dann 955 zusätzliche Quadratmeter an Ausstellungsfläche bereit. Mit hinzu kommt dadurch auch der Innenhof des Gebäudekomplexes, in dem während der Naziherrschaft Erschießungen stattfanden. Ebenfalls neu wurde im vergangenen Jahr die Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus am NS-Dokumentationszentrum eingerichtet. Außerdem trat der städtische Betrieb im August auch dem Verbund Kölner Museen bei.
Dank der Erhöhung des Kulturetats im vergangenen Jahr konnte das Dokumentationszentrum seine Aktivitäten deutlich ausweiten. Während die Info- und Bildungsstelle bereits einige neue Veranstaltungen und Workshops initiiert hat, konnte durch die Aufstockung der ehemals halben Stelle einer Museumspädagogin auf eine ganze Stelle zusätzliche Angebote vor allem an Schulklassen aus Köln und der Umgebung unternommen werden konnten. Für 2009 sind wieder neue Ausstellungen und Projekte geplant. Das erste, die Aufstellung eines neuen Denkmals für die Opfer der NS-Militärjustiz, soll bereits im kommenden Monat eingeweiht werden. Außerdem haben sich die Verantwortlichen vorgenommen, die vielen Nachlässe und die dort enthaltenen Fotos digital aufzubereiten und zu dokumentieren. Dazu aber sei zusätzliches Personal notwendig, wie Jung abschließend forderte.

























