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25. 05. 2012
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Rheinischer Museumstag im Zeichen knapper Kassen


27.05.2011 21:05 von:

Schlagwörter: Köln,Rautenstrauch-Joest-Museum,Rheinischer Museumstag,Kultur,Museen,Finanzkrise

Am 6. Juni dieses Jahres findet im neuen Rautenstrauch-Joest-Museum (RJM) der achte Rheinische Museumstag statt. Hauptthema der teilnehmenden Vertreter von Kulturbetrieben aus dem Rheinland ist auch in diesem Jahr – trotz der derzeitigen konjunkturellen Boomphase – die anhaltende Krise in den kommunalen Finanzkassen. Das hat auch Wirkungen für die Kulturbetriebe, die sich in der Regel in kommunaler Trägerschaft befinden. Und weil Ausgaben im Kulturbetrieb in der Regel keine Pflicht-, sondern so genannte freiwillige Leistungen sind, wird der Rotstift in Zeiten knapper Kassen dort angesetzt, wo überhaupt so etwas wie Handlungsfreiheit besteht. Und Museen sind dabei als Kulturstätten besonders von städtischem Sparzwang betroffen. Dabei haben auch die Verantwortlichen in den Städten längst erkannt, dass kulturelle Bildung ein überaus wichtiges Puzzlestück in der derzeitigen Bildungsdiskussion darstellt. Und auch sonst spielen Museen eine weitaus wichtigere Rolle als ein paar Bildern oder Skulpturen ein Dach über dem Kopf zu bieten.

Im Durchschnitt geben die Kommunen lediglich 1,9 Prozent ihres Gesamtetats für die Kulturfinanzierung aus. Selbst wenn die Kommunen aufgrund struktureller Defizite zusätzlichen Ausgaben einsparen, wäre selbst eine komplette Streichung der Kulturfinanzierung kaum ausreichend, um die Millionen an Fehlbeträgen in den besonders notleidenden Kommunen auffangen zu können. Aber selbst der schleichende Substanzverlust durch Kürzung oder Einfrieren von Etats wird die Kommune teuer zu stehen kommen. In Köln stehen derzeit unter anderem das Römisch-Germanische Museum vor einer notwendigen Sanierung, in anderen Museumsbetrieben sieht es nicht besser aus. Dabei ist die Arbeit der Museen von unbezahlbarem Wert, wie die Organisatoren der Veranstaltung im Vorfeld ausführten. Neben Kulturvermittlung und kultureller Bildung sind die Museen auch Bewahrer des Kulturellen Erbes, Heimstätte des interkulturellen Dialogs und Identitätsstifter.

Auf der bevorstehenden Veranstaltung wollen die beteiligten Kommune eine Bestandsaufnahme abbilden. Organisator ist der Verband Rheinischer Museen e.V. und die Thomas-Morus-Akademie Bensberg. Als Referenten konnten die Veranstalter unter anderen Dr. Volker Rodelkamp, Präsident des Deutschen Museumsbundes aus Leipzig sowie Museumsdirektoren aus zahlreichen Kommunen auch außerhalb des Rheinlands. Auf Kölner Seite vertritt Kulturdezernent Prof. Georg Quander die Position der Stadt Köln, Kulturdezernentin Milena Karabaic repräsentiert den Landschaftsverband Rheinland LVR, hieß es dazu abschließend.







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