Wetter

Boersen News





Köln Nachrichten Neu


zum Archiv ->

Köln Nachrichten bei Twitter





25. 05. 2012
Seite drucken

Runder Tisch: Kinderoper und "Kleine Bühne" bleiben getrennt


03.02.2011 08:26 von:

Schlagwörter: Köln,Oper,Schauspiel,Kinderoper,Sanierung,Roters,Beier,Laufenberg,Mut zur Kultur

(ehu) Einigkeit bei Standort und Organisation von "kleiner Bühne" des Schauspiels und Kinderoper, weiter Unklarheit beim Interimsstandort für die Oper: Das ergab die 3. Runde beim " Runden Tisch Sanierung Opernquartier", der am Mittwochabend in der Rathaus-Piazetta diskutierte. Danach plädierten die direkten Teilnehmer und das Publikum dafür, die "kleine" oder "Experimentierbühne", die bislang in der Schlosserei arbeitete, unterhalb der Opernterassen unterzubringen. Die Kinderoper soll unter dem Offenbachplatz zwischen Opernterrasse und Oper ihren Platz finden. Der Eingang soll von der Oper aus geschehen.

Übereinstimmend abgelehnt wurde der kurzfristig von der Politik eingebrachte Vorschlag, Kinderoper und kleine Bühne im Untergeschoss der Opernterrassen zu einer gemeinsamen Bühne zusammenzulegen. Die Argumente von Schauspielchefin Karin Beier, Operndirektorin Birgit Meyer in Vertretung von Intendant Uwe Eric Laufenberg und Elena Tzavara, Leiterin der Kinderoper) überzeugten: Dies bringe weder technische noch organisatorische Verbesserungen, was man ja mit der Sanierung versprochen habe. Zudem verliere jede Bühne ihr typisches Image. "Experimentelles Schauspiel passt nicht unter den blauen Sternenhimmel einer Kinderoper", fasste Beier zusammen. Und Tzavara ergänzte: "Die Kinderoper als eigenständige Bühne ist seit ihrer Gründung Vorbild für andere Städte." Die Zusammenlegung bedeute einen gravierenden Profilverlust.

Hier gespart, dort neue Ausgaben

Auch finanziell bringt die Zusammenlegung keinen Vorteil, erklärte Planungsdezernent Bernd Streitberge. Zwar koste die Installation der gemeinsamen Bühne nur 10 Millionen Euro, also die Hälfte der Variante, die der Runde Tisch bevorzuge. Zusätzlich müsste die Stadt aber weitere 10 Millionen Euro aus einem anderen Etatposten aufbringen, um die Opernterrasse zu sanieren.

Während der Rat bei seiner entscheidenden Sitzung am 1. März der Empfehlung des Runden Tischs wohl folgen wird, ist die Frage nach dem Interimsspielort für die Oper weiter unklar. In der Diskussion ist immer noch die Veranstaltungshalle, die ein Investor in Vogelsang bauen will. Dieser wird aber erst Mitte der kommenden Woche belastbare Zahlen vorlegen, die einen Vergleich mit dem Musical Dome erlauben. Das blaue Zelt nördlich des Hauptbahnhofs ist weiter Favorit der Opern-Verantwortlichen. "Er ist zentral gelegen, eine eingeführte Spielstätte, repertoirefähig und mit 1.300 Sitzplätzen der Oper vergleichbar", erklärte Meyer. Zudem könne er für fünf Millionen Euro umgebaut werden und sei schon im Mai 2012 verfügbar. Vogelsang dagegen stünde erst 2013 bereit.

"Vogelsang kann auch Chance sein"

Bei einem Kostenvergleich müsse außerdem berücksichtigt werden, dass die Oper dann ein Jahr weniger Einnahmen erzielen könne. Dies liege an den derzeitigen teuren Interimsspielstätten, die zudem weniger Sitzplätze hätten. Außerdem habe die Oper nicht die personellen Kapazitäten, den Ausbau nach ihren Vorstellungen in Vogelsang zu begleiten. Jörg Jung von der Initiative "Mut zur Kultur" – sie hatte das Bürgerbegehren gegen den Schauspiel-Abriss initiiert – warnte allerdings davor, sich frühzeitig auf den Musical Dome zu beschränken, vogelsang könne auch eine Chance sein. Allerdings müssten die berechtigten Bedürfnisse der Oper berücksichtigt werden.

Endgültig vom Tisch ist der Vorschlag, bis zur Vollendung der Sanierung mit der Bonner Oper zu kooperieren. OB Jürgen Roters bilanzierte am Schluss: "Die öffentliche Diskussion hat gezeigt, dass es Varianten gibt, die ursprünglich nicht berücksichtigt worden sind, aber deren Betrachtung angesichts der zu erwartenden Kosten für das Projekt äußerst sinnvoll ist." Dies sei ein deutlicher Zugewinn für die Diskussion.







Artikel Service



Köln Nachrichten - das topaktuelle Newsportal fü Köln und die Region
Köln Nachrichten - developed with TYPO3 by beuse und beuse