25. 05. 2012
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Schauspiel wird teurer
(ehu) Bis zu 25 Prozent mehr müssen die Besucher des Kölner Schauspielhauses, Schlosserei und Halle Kalk künftig für eine Karte zahlen. Das beschloss der Kulturausschuss auf seiner Sitzung am Dienstag mit überwältigender Mehrheit. Die Preiserhöhung sei "auch im Städtevergleich moderat und angemessen", erklärte die Auschussvorsitzende Dr. Eva Bürgermeister (SPD).
Während etwa in Hamburg die teuerste Karte 55 Euro kostet, werden es in Köln demnächst 36 Euro sein, ebenso viel wie in Düsseldorf. Mit 32 Euro ist nur Stuttgart preiswerter. Bislang kostete die teuerste Karte in Köln 33 Euro. Der bislang billigste Platz kostet künftig zehn statt neun Euro. Die stärkste Preissteigerung gibt es im Schauspielhaus für die Preisklasse III in der Platzgruppe 2, hier sind 31 statt 24 Euro zu zahlen.
Deckung der Betriebskosten ist Kämmerei wichtiger als Rücklagen für Sanierung
Befremden erregte die Mitteilung von Dr. Andreas Blühm, Direktor des Wallraf-Richartz-Museums. Danach soll er auf Verlangen der Kämmerei Rücklagen für künftige Reparaturen und Sanierungsmaßnahmen zur Deckung laufender Betriebskosten verwenden. Die Verwaltung wird aufgefordert dies zu klären. Das Museum befindet sich gerade in einer dreijährigen Probephase zum Übergang in einen städtischen Eigenbetrieb.
Kölns Kultureinrichtungen sind unter anderem deshalb seit Jahren so marode, weil kaum entsprechenden Rücklagen für dringende Sanierungsmaßnahmen zur Verfügung standen. Eine auf der Tagesordnung stehende Debatte über die dringend anstehende Sanierung des Römisch-Germanischen Museums wurde vertagt, bis das versprochene Sanierungs-Gesamtkonzept für alle Kölner Museen vorliegt.
Hänneschen-Theater hat ein Defizit von fast 400.000 Euro
Heftige Diskussionen gab es ebenfalls um eine Nachforderung des Hänneschen-Theaters. Dies soll laut Beschlussvorlage ein strukturelles Defizit von 376.303 Euro. Grund dafür ist unter anderem, dass sich durch die erhöhten Eintrittspreise gleichzeitig auch die Abgaben an die GEMA erhöht haben. Zudem werden Honorare für Aushilfen geltend gemacht, die durch einen "außergewöhnlichen Krankenstrand beim Stammpersonal" nötig wurden.
Als Einsparmöglichkeiten genannt wurde das Ausscheiden bei KölnTicket, über das allerdings lediglich fünf Prozent aller Karten verkauft werden, und aus der Beteiligung bei der KVB-Umweltkarte. Den Kulturpolitikern reichte das allerdings nicht, sie verlangten ein Kostencontrolling und eine transparente Einnahmen-Ausgaben-Vorlage. Der Antrag auf Kostenerstattung wurde ohne Votum an den Finanzausschuss weitergeleitet.

























