25. 05. 2012
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Schauspielhaus wird Thema der nächsten Ratssitzung
Die Unterschriftensammlung gegen den geplanten Abriss und Neubau des Kölner Schauspielhauses war mehr als erfolgreich. Bereits in der vergangenen Woche konnten dem Kölner Oberbürgermeister über 30.000 Unterschriften vorgelegt werden. Obwohl das erforderliche Quorum von 23.000 Unterschriften bereits lange erreicht war, sammelten Aktivisten der Freien Wähler auch am vergangenen Samstag weitere Unterschriften gegen das Millionenprojekt. Alleine dabei sammelten die Gegner des Projekts eigenen Angaben zufolge rund 500 Unterschriften. Die Ankündigung von Stadtdirektor Guido Kahlen, mit der Auszählung und Prüfung der Unterschriften bis zum Termin der Landtagswahl am 9. Mai dieses Jahres nicht hinzukommen, wird von den Freien Wählern indes heftig kritisiert. "Jetzt muss der Rat handeln und nicht schon wieder mit den üblichen Tricksereien bezüglich des Termins für den Bürgerentscheid reagieren", so die deutlichen Worte von Dr. Werner Peters, Co-Initiator des Bürgerbegehrens und Inhaber des Künstlerhotels Chelsea in der Kölner Innenstadt.
Bis zum Stichtag 15. März 2010 wollen die Freien Wähler weitere Unterschriften einsammeln. Erklärtes Ziel sei es, doppelt so viele Unterschriften einzusammeln wie notwendig, erklärte ds langjährige Ratsmitglied des Kölner Bürger-Bündnisses Dr. Martin Müser. Und auch der Vorsitzende des KBB, Andreas Henseler, lässt an dem Vorhaben kein gutes Haar. "Angesichts einer Haushaltslücke von über 500 Millionen Euro ist jede weitere Diskussion über ein neues Opernquartier für über 300 Millionen Euro ohnehin Makulatur", so Henseler. Tatsächlich will die Stadtspitze ein neues Opernquartier mit einem bereits gekürzten Raumprogramm für maximal 295 Millionen Euro errichten lassen. Die laufenden Kosten aus der Kreditfinanzierung sollen jedoch erst ab dem Haushaltsjahr 2014 die städtischen Kassen belasten. In der jüngsten Vergangenheit hatte Roters das Vorhaben wiederholt verteidigt. Ein Hauptargument ist neben der Verzögerung durch seine Amtsvorgänger und den unsäglichen technischen Zustand von Schauspiel und Oper auch die vertraglich zugesicherte Interimslösung mit Palladium und Expo XXI. Hierfür ist bereits jetzt ein zweistelliger Millionen Euro-Betrag vorgesehen. Außerdem halten die Befürworter des Neubauvorhabens eine Sanierung für mindestens ebenso kostenträchtig. Wegen der Größe des Projekts müsste es zudem eine Neuausschreibung geben, die zu weiteren Verzögerungen führen dürfte. Die Befürworter einer Sanierungslösung argumentieren, dass die Modernisierung im Bestand die Stadtkasse deutlich günstiger kommen würde.
Linktipp:
2. März 2010: Mehr als 30.000 Unterstützer wollen Sanierung des Schauspiels

























