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25. 05. 2012
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Stadt will sowjetische Fotosammlung erwerben


25.01.2009 22:03 von:

Schlagwörter: Köln,Museum,Stadt Köln,Sowjetunion,Fotosammlung,Stadtrat,Fotokunst,Erwerb

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 570.000 Euro, allerdings haben die Kulturstiftung der Länder, die Kunststiftung NRW sowie NRW-Landesregierung bereits einen Zuschuss in Höhe von jeweils 95.000 Euro verbindlich zugesagt. Der städtische Eigenanteil beträgt somit 285.000 Euro.

Die Kollektion der Sammlung Daniela Mrazkova besteht aus 234 Bildern der bedeutendsten sowjetischen Fotografen der Vorkriegszeit, darunter Arkadi Schaichet, Georgij Zelma, Boris Ignatowitsch, Max Alpert, Georgij Petrussow und Alexander Rodtschenko. Die Bilder entstanden in den 1920er und 1930er Jahren. Sie vereint die verschiedenen fotografischen Strömungen der Zeit und gibt zugleich einen hervorragenden Überblick über die Dokumentations- und Reportagefotografie in der Sowjetunion, wirbt die Stadt. Die Bandbreite der Arbeiten spiegelt die drei zentralen Richtungen der Fotografie der UdSSR in der damaligen Zeit wieder: Es finden sich Portraits der intellektuellen Helden der Sowjetunion, mit Bildformen des Piktoralismus von Nappelbaum und Sterenberg, konstruktivistische Fotografie, zum Beispiel von Ignatowitsch und Rodtschenko, die Architektur und industrielle Erneuerungen thematisieren, und Darstellungen von Arbeitern und Landbevölkerung im Stil des sozialistischen Realismus von Zelma und Alpert, hieß es dazu weiter.

Viele der Bilder dienten zur Mobilisierung der Bevölkerung für den Aufbau des neuen Staats. Zugleich arbeiteten die meisten der Fotografen, die in der Sammlung vertreten sind, für die  viersprachige Zeitschrift „UDSSR im Bau“, die zum Zweck der Propaganda von 1931 bis 1941 erschien. Diese Sammlung der sowjetischen Fotografen-Avantgarde stellt eine wichtige Ergänzung und Bereicherung der Kollektion des Museum Ludwig (Gemälde und Zeichnungen) zur russischen Avantgarde dar. Das Ehepaar Ludwig hatte sie seit den siebziger Jahren angelegt und der Stadt Köln geschenkt.

Der Finanzausschuss hat am gestrigen Montag der entsprechenden Beschlussvorlage einstimmig zugestimmt. Die Sammlung ist nach Angaben eines Wertgutachtens der Kölner Galeristin und Fotoexpertin Priska Pasquer vom 28. Februar dieses Jahres eine „glänzende Ergänzung und fulminante Bereicherung“ der Kölner Sammlung. Bei Einzelverkauf der Fotografien ergäbe sich ein Gesamtwert nach Wertgutachten von 756.000 Euro. Der Stadtrat muss dem Kauf auf seiner Sitzung am kommenden Donnerstag zustimmen. Die Zustimmung der Ratsmehrheit gilt jedoch als gesichert, immerhin hat der Oberbürgermeister zehn Minuten vor der Sitzung zum Fototermin geladen.








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