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25. 05. 2012
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Weiß oder betongrau – das ist die Opernfrage


09.11.2011 15:02 von:

Schlagwörter: Köln,Oper,Schauspiel,Sanierung,Riphahn,Fassade,Offenbachplatz,Beton,Mysterium,20

(ehu) Es geht mühsam voran – „aber wir sind voll im Zeit- und Kostenplan“, versicherten den Mitgliedern des Rats-Unterausschusses „Opernquartier“ Georg Quander und Bernd Streitberger. Dezernent für Kult der erste, für Stadtentwicklung der zweite. Am Dienstag tagte das Gremium, vorgestellt wurde der aktuelle Planungsstand.

Unklar ist danach immer noch, wie der große und der kleine Offenbachplatz „möbliert“ werden sollen. Zwar sind bewegliche Sitzmöglichkeiten endgültig abgelehnt, doch keine Einigkeit besteht über lange Granitbänke, die den kleinen Platz zur Brüderstraße, den großen zur Nord-Süd-Fahrt abgrenzen soll. Letztere soll nach den Entwürfen immerhin 1,60 Meter hoch werden. Auch wie die beiden Theater künftig Außenwerbung betreiben sollen, steht noch nicht fest.

Soll die Brücke bleiben oder geht's nur mit nassen Füßen vom Parkhaus in die Oper?

Obwohl ihr Verschwinden eigentlich schon abgenickt ist, soll die Brücke zwischen Oper und Parkhaus nun doch bleiben. Hofft zumindest ein sachkundiger Bürger, der weiterhin trockenen Fußes vom Auto zur Musik gelangen will. Damit entziehe er sich allerdings dem „Mysterium Oper“, auf das Wilhelm Riphahn mit seinem Opern-Foyer vorbereite, mahnte ihn Remigiusz Otrzonsek vom Architektenbüro HPP. Das ist für die Sanierung des Riphahn-Ensembles aus Oper und Schauspiel zuständig. Dem Erbe des Architekten fühlt man sich verpflichtet. Möglichst viel soll so wiederhergestellt werden, wie er es umgesetzt hatte.

Hat man dafür innerhalb der Gebäude schon fleißig hinter den später aufgebrachten Putz geschaut (koeln-nachrichten berichtete), ist man sich bei der Opernfassade noch unsicher: Ist das heutige Weiß „original“ oder einem Protest der Kölner zu verdanken, denen roher Beton nicht gefiel? Oder sollte Riphahn schon Weiß ausgesucht haben? Nichts genaues wissen die Sanierer auch über die ursprüngliche Bestuhlung des Schauspiels. Denn auch die soll wiederhergestellt werden – hat zufällig jemand ein altes Exemplar gerettet?

Auch Kölns freie Kulturszene soll demnächst im Riphahn-Ensemble auftreten können

Immerhin – im Schauspiel könnte es künftig etwas mehr Beinfreiheit im dann verkleinerbaren Zuschauerraum geben. In der Oper wird es beim Reihenabstand von 90 Zentimeter bleiben. Dann aber auf frisch gepolsterten Sesseln im alten Hellblau.

Keine Widersprüche gab es zur Technischen Ausstattung beider Bühnen, die unter anderem beide eine Drehbühne erhalten werden. In Absprache mit der Kölner Filmszene soll das Schauspiel so ausgestattet werden, dass dort auch Filme – gezeigt werden können. Mit der freien Kölner Theaterszene gab es erste Gespräche über eine Mitnutzung der beiden Häuser. Besonderes Interesse haben es etwa an Lesungen in der Kinderoper gegeben oder dem „Kleinen Haus“, das in der bisherigen Opernterrasse eingerichtet und die Schlosserei ersetzen wird.







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