25. 05. 2012
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„E Büttche bunt“
(ehu) Der Titel scheint in die Vergangenheit zu weisen: „E Büttche bunt“ wuschen die Hausfrauen, als es noch in jedem Haus eine Waschküche mit Zinkwanne und eine genau geregelte Benutzerreihenfolge gab. Doch Elfi Steickmann greift in ihrem neuen Buch ins volle Alltagsleben von heute, taucht in Erinnerungen ein und verbreitet amüsante Lebensweisheiten – und was sie da beobachtet, breitet sie bunt wie auf einer Wäscheleine aus. Und sie beweist auch: Kölsch kann eine durchaus lebendige Sprache sein.
Es ist schon das siebte Buch der 64 Jahre alten Mundartdichterin. Neben Verzällcher (kleinen Erzählungen), Rümcher (Gereimtes, vulgo Gedichte, bisweilen auch singbar) werden hier auch erstmals Dialoge veröffentlicht. Sie befriedigt das gefühlige kölsche Herz ebenso wie die Lust des Lesers an der kleinen Humoreske mit der überraschenden Pointe. Das alles erzählt sie so gut und immer wieder mit vergnügter Selbstironie, dass der Dialekt eigentlich nur die Zugabe zu einer guten Geschichte ist, wie Laudator Richard Rogler, gebürtiger Franke und des Kölschen nicht mächtig, bei der Vorstellung des Buches betonte.
Elfi Steickmann: „E Büttche bunt“ – Greven Verlag, Köln 2011, gebunden, 176 Seiten, 12,90 Euro

























