25. 05. 2012
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Eine bunte Palette Kölner Lebens
(js) In der Kölnischen Rundschau gehören Bernd Imgrunds Gespräche mit Menschen, die "irgendwas" mit Köln zu tun haben, jeden Samstag zum festen Lesevergnügen. Auch deshalb, weil sie ohne aktuellen Anlass erscheinen, also nicht Werbung für ein gerade erschienenes Buch oder einen neuen Film machen. Jetzt ist die erste "Staffel" in einem Buch versammelt, genau 33 Interviews, denn irgendwie sucht der Kölner ja immer eine Verbindung zur jecken "11". Zwei Gesprächspartner stimmten diesem Ort der Veröffentlichung nicht zu, welche, mochte Imgrund nicht verraten. Sei‘s drum, dem Buch schadet es nicht.
Es ist eine bunte Sammlung vor allem von Prominenten, aber auch weniger Bekannten, oft sogar der breiten Öffentlichkeit ganz Unbekannten, Persönlichkeiten sind sie allemal. Wie die Museums-Restauratorin Iris Schaefer, der ehrenamtliche Tischtennis-Trainer Helmut Vollbach oder Karl Hülsmann, der in Sülz ein Haushaltswarengeschäft führt. Zu sagen haben sie trotzdem etwas über Köln, die Kölner, Heimat, Gefühle, ihren Beruf, ihre Hobbys, über das Leben und überhaupt – nicht zuletzt, weil sich Imgrund auf jedes Gespräch gut vorbereitet und sachlich nachhakt, wenn‘s nötig ist. Aber immer behutsam, schließlich geht es nicht um eine Entlarvung des Gegenübers.
Es überwiegen Menschen aus dem – im weitesten Sinne – Kulturbetrieb: Schauspieler, Literaten, warum eigentlich kein Maler? Zu den Promis gehören u.a. die Karnevalisten Hans Süper und Willibert Pauels, der Islamwissenschaftler Navid Kermani und "Bläck Foß" Bömmel Lückerath. Nicht zu vergessen der ehemalige FC-Köln-Profi Heinz Flohe, der hier aus der unverdienten Vergessenheit geholt wird.
Fazit: Ein Buch, das man mit Lust und Erkenntnisgewinn in einem Rutsch durchlesen kann – oder in kontrollierten 33 Etappen.
Bernd Imgrund: "Ohne Rhein kein Dom – 33 spannende und ungewöhnliche Gespräche aus dem Kölner Leben" – emons-Verlag, Köln 2010, 206 Seiten, 9,90 Euro

























