25. 05. 2012
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Köln wächst: Jetzt schon 222 sehenswerte Orte
(js) Es lag nah, dem ersten Band " 111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss" einen zweiten folgen zu lassen. Dass Köln dafür genug Stoff zu bieten hat, hatten eingefleischte Kölner als selbstverständlich angenommen, Autor und Ortesammler Bernd Imgrund dürfte aber doch wieder mit vielen Überraschungen aufwarten – zumal er auch in gewohnter nüchtern-exakter Manier historische, soziologische und architektonische Hintergründe erzählt.
Dabei empfiehlt er nicht nur Altes, sondern lenkt den Augenmerk auch auf Neues wie den Schriftzug "Liebe deine Stadt" an der Nord-Süd-Fahrt. Er macht auf kleine Details aufmerksam, die man oft gedankenlos übersieht – etwa den Schellenknecht am Melaten-Friedhof oder das Notariatsportal an der Kupfergasse – oder lädt zum Besuch und Entdecken ganzer Stadtteile wie der Stegerwaldsiedlung ein. Er macht auf ein Feuerzeug-Museum aufmerksam und den eleganten Van-Dyck-Salon des Hotels Ernst aufmerksam. Dass in der Liste auch bekannte Orte wie der Ölhafen oder der Pariser Platz in Chorweiler auftauchen, ist Absicht: Schließlich verbirgt sich auch hinter deren Prominenz viel Unbekanntes.
Bei solchen Büchern spielt auch die Nutzerfreundlichkeit eine große Rolle – und die genügt allen Ansprüchen: übersichtliche Karten zeigen, wo was liegt, und zusätzlich gibt‘s noch Hinweise für die Anreise mit Bus oder Bahn. Es ist ein gelungenes Buch, aber welcher Teufel hat den Grafiker geritten, die schönen Fotos von Britta Schmitz durch darüberlaufende Bild-"Unter"-Schriften zu zerschneiden und damit zu zerstören.
Bernd Imgrund: "111 Kölner Orte, die man gesehen haben muss / Band 2" – emons Verlag, Köln 2009, 240 Seiten, broschiert, 12,90 Euro

























