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25. 05. 2012
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Eine Nacht nur für Musik


19.08.2009 13:20 von:

Schlagwörter: Köln, Musiknacht, Initiativkreis Freie Musik, Jazz, Quander, Stadtgarten

(js) "Sollten die angedrohten Etat-Kürzungen wahr werden, ist diese Veranstaltung im nächsten Jahr gefährdet", warnte Hausherr Rainer Michalke in seinem "Vorwort", als am Mittwoch im Stadtgarten das Programm der diesjährigen 5. Kölner Musiknacht vorgestellt wurde. Die soll am 19. September stattfinden. Stadt-Kämmerer Dr. Norbert Walter-Borjans hatte angesichts gesunkener Steuereinnahmen eine 30-prozentige Kürzung auch in der Kultur gefordert. "Das wäre das Harakiri der Kulturstadt Köln", sagte Rainer Nonnemann vom Musiknacht-Veranstalter "Initiativkreis Freie Musik". Und Kulturdezernent Prof. Georg Quander warnte: "Wer bei der freien Szene kurzfristig spart, zerstört langfristig wichtige Strukturen. Stattdessen muss Köln Flagge zeigen." Eben auch mit Aktionen wie der Kölner Musiknacht.

Die erste entstand 2005 aus einem ähnlichen Frust, wie er derzeit trotz Verbesserungen in der Kölner Kulturszene auch heute wieder herrscht. Damals waren die Zuschüsse für die freie Szene auf ein Minimum gesunken. Musiker schlossen sich zum Initiativkreis Freie Musik zusammen. Zuerst wollte man mit einer musikfreien Nacht – vulgo: Streik – auf die Not aufmerksam machen, dann aber entschloss man sich, seine Vielfalt und Qualität zu zeigen. Mit 100 Konzerten, 300 Musikern – darunter viele neue Ensembles – und 25 Veranstaltungsorten ist diese Veranstaltung zu einer festen Tradition geworden, die Zahl der Zuhörerinnen und Zuhörer hat sich von Beginn an auf 3.000 im letzten Jahr gesteigert. An diesem 19. September rechnet man sogar mit 4.000, denen vor allem Jazz und improvisierte Musik angeboten werden. Ein Kölner Charakteristikum ist auch die Zusammenarbeit mit Philharmonie und WDR, der an diesem Abend auch live überträgt.

Dieses "bundesweit einmalige Angebot" – so Quander – erfüllt zwei Funktionen: Nach innen verbindet es die sehr heterogene Musikszene, nach außen präsentiert es genau diese Vielfalt und Qualität. "Wir konnten aus dem Vollen schöpfen", sagte ein stolzer Nonnemann. Traten die Musiker anfangs noch umsonst auf, kann ihnen in diesem Jahr aus dem gemeinsamen Topf ein Honorar von 150 Euro garantiert werden. Möglich wird dies nicht zuletzt durch einen städtischen Zuschuss von 23.000 Euro plus "geldwerte Leistungen" wie Werbung im Wert von rund 25.000 Euro und die mietfreie Überlassung der Philharmonie. Durch Werbung hilft auch KölnTourismus, das zudem ein Musiknacht-Paket von 66 Euro anbietet, es gilt für eine Person und umfasst Ticket und Hotel-Übernachtung in einem Doppelzimmer.

 

Das Ticket kostet 15 Euro, und berechtigt zum Eintritt in alle Konzerte. Diese beginnen jeweils zur vollen Stunde ab 20 Uhr und dauern 45 Minuten. Eine Viertelstunde ist "frei" für Erholung oder Ortswechsel. Dafür hat die Bundesbahn 50 Fahrräder kostenlos zur Verfügung gestellt.

 

Mehr Informationen und Programm: www.koelner-musiknacht.de.







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