25. 05. 2012
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Großes Sommerkonzert mit dem Jugendsinfonieorchester am 22. Juni
Das Konzert beginnt um 15 Uhr und findet im Konzertsaal der Kölner Hochschule für Musik statt.
Bei einem Pressegespräch erläuterten am heutigen Montag die
Verantwortlichen die Hintergründe des Orchesters und ihrer Arbeit.
Besonders stolz sei man darauf, dass zehn Nachwuchsmusiker aus den
eigenen Reihen den Sprung in die letzte Runde des Bundeswettbewerbs
geschafft hatten. Zwar kam bei der letzten Stufe des Wettbewerbs, der
in diesem Jahr am Pfingstwochenende in Saarbrücken stattfand, keiner
auf das oberste Treppchen. Es gab aber immerhin zweite Plätze. „Schon
die Teilnahme an der Endausscheidung ist ein Erfolg für die jungen
Musiker“, erklärte der Direktor der Rheinischen Musikschule Köln
Michael Kobold. Auch der Dirigent des Konzertes, Alvaro Palmen, ist von
der Qualität und dem Engagement der jungen Nachwuchsmusiker begeistert.
Palmen, Sohn des Gründers des Jugendsinfonieorchesters, hat in seiner
Jugend selbst die verschiedenen Stufen der musikalischen Unterrichtung
durchlaufen.
Schwelle für Musikunterrichtung ist gesunken
Wurden in früheren Zeiten Schülerinnen und Schüler auf dem Schulhof des
Öfteren ausgelacht, wenn sie einen Geigen- oder Trompetenkasten mit
sich trugen, hat sich dieses Bild heute gewandelt. „Glücklicherweise“,
wie Kobold bemerkte. „Es ist verblüffend zu sehen, wie die Kinder und
Jugendlichen auch nach Unterricht, Sport und Hausaufgaben noch immer
wissbegierig und engagiert auf ihren Instrumenten üben“, unterstreicht
Dirigent Palmen das Engagement. Gerade im Zuge des Ausbau von offenen
Ganztagsangeboten hat auch die Rheinische Musikschule ihre Strategie
neu ausgerichtet. Mit derzeit 1600 Schülerinnen und Schülern in den
Kölner Schulen und mit verschiedendsten Angeboten zur musischen Bildung
sei man „gut aufgestellt“, wie Kobold betonte. Angesichts des geplanten
Ausbaus im Offenen Ganztag an Gymnasien und Realschulen gebe es jedoch
wenig Luft nach oben. Immerhin müssten auch die entsprechenden
Musikgeräte nicht nur finanziert und angeschafft, sie müssten auch
entsprechend gepflegt werden, so Kobold weiter. So bietet die Kölner
Musikschule unterschiedliche Angebote, zum Beispiel für Bläser,
Streicher oder auch für Percussiongruppen an.
Uschi Rotgeri, Dozentin und Koordinatorin für den Wettbewerb „Jugend
musiziert“ ist selbst als Leiterin von Streichergruppen in den Schulen
aktiv. Unabhängig von der Schulart nehmen viele Kinder, die über die
Rheinische Musikschule und ihre Angebote erstmals mit dem Musizieren in
Kontakt kommen, anschließend einen regelmäßigen Unterricht auf,
berichtet Rotgeri. Vielfach hängt die Zusammenarbeit mit den Schulen
aber von der Kooperation mit Schulleitern und den Lehrkräften ab, wie
Kobold betonte. Aber wenn die Vorzeichen stimmen dauert es maximal ein
halbes Jahr von der ersten Kontaktaufnahme an, bis ein konkretes
Angebot zustande kommt. In den meisten Fällen zeigten sich aber auch
die Schulen erfreut über die Angebote. Schon jetzt kann sich die
Einrichtung damit loben, bei der Gründung zahlreicher Musik- und
Schülerbands Pate gestanden zu haben. Die wenigsten bleiben der Musik
auch in ihrer beruflichen Karriere erhalten. „Nur 20 Schülerinnen und
Schüler bereiten sich derzeit auch ein Studium der Musikwissenschaft
vor“, berichtete Kobold weiter.
Die Rheinische Musikschule betreut derzeit rund 7500 Schülerinnen und
Schüler aller Altersklassen (von zwei Jahren bis über 80). Der Eintritt
für das Sommerkonzert beträgt fünf Euro. Die Organisatoren rechnen mit
750 Gästen und damit mit einem „vollen Haus“. Das
Jugendsinfonieorchester ist eine der wichtigsten Einrichtungen der
Rheinischen Musikschule. Pro Jahr stehen fünf bis sechs größere
Konzerte an, darunter auch das erste Konzert des Jahres. Dabei spielen
die Nachwuchsmusiker zusammen mit dem Ensemble des Gürzenich-Orchesters
unter Leitung des Generalmusikdirektors (Markus Stenz) persönlich.

























