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25. 05. 2012
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Kölsche Liedtexte ab sofort im Internet


08.02.2011 17:20 von:

Schlagwörter: Köln,kölsch,Internet,Sebus,Bläck Föss,Niedecken,Karneval,Refrain,Kölsch-Akademie

(ehu) Man kennt die Lieder, kann aber bestenfalls die Refrains mitsingen. Das soll anders werden - zumindest was die Kölschen Lieder aller Provenienz betrifft. Ab sofort hat die "Akademie för uns kölsche Sproch" der Stadtsparkassen-Stiftung Kultur die Texte von rund 3500 Liedern ins Internet gestellt: Geordnet nach Interpreten, Komponisten und Autoren kann man hier nachschlagen, wer was wie getextet oder gesungen hat. Natürlich gibt es auch eine Übersetzung ins Hochdeutsche.

Sogar Textstellen oder einzelne Worte reichen, um fündig zu werden. Desweiteren helfen Kategorien wie Weihnachten, Karneval oder Freundschaft und Liebe, falls man sich ein "Programm" zusammenstellen will. Noten allerdings gibt es nicht, wohl aber den Verweis, wer die Rechte daran hat oder wo sich der entsprechende "Tonträger" findet oder wo das Lied kostenpflichtig herunterzuladen ist.

Jupp Schmitz wurde nicht freigegeben

Ob Niedecken und BAP, Willy Millowitsch, Ludwig Sebus, Henner Berzau, Willy Ostermann, Bläck Fööss, Paveier, Räuber, de Boore oder Funky Marys: Das Spektrum ist breit und weit mehr als nur Karneval. Es beginnt im 19. Jahrhundert und umfasst alles, was auf Kölsch getextet, gesungen oder komponiert wurde. Fast alles, denn der Gerig-Musikverlag in Bergisch Gladbach ist einer der wenigen Verlage, die die Rechte an den Texten nicht kostenlos zur Verfügung stellten. Er wollte Geld sehen. Zwar war er zu "Sonderkonditionen" bereit, doch für die Kölsch-Akademie ist die "Kölsche Liedersammlung" ein Non-Profit-Projekt, für das außer Personalkosten und Betreuung des Internet-Auftritts kein weiteres Geld zur Verfügung steht.

So wird man auf die Texte zum Beispiel von Jupp Schmitz vorerst verzichten müssen. Auch die frühen Hits der Bläck Föös bleiben vorerst offline, dabei – so Akademie-Mitarbeiterin Christa Bhatt – wären die Musiker durchaus bereit, auch diese Lieder freizugeben. Die Rechte daran gehörten jedoch zu 50 Prozent Gerig. Man gebe die Hoffnung auf eine Einigung jedoch nicht auf, um die musikalische Kölner Zeitgeschichte möglichst komplett zu erfassen.

Unbekannte Texte gesucht

Wer noch weitere, in der Datenbank nicht erfasste alte kölsche Liedtexte kennt oder Liederhefte oder -bücher besitzt, die es in der Bibliothek der "Akademie för uns kölsche Sproch" nicht gibt, wird gebeten, mit Christa Bhatt Kontakt aufzunehmen: Tel. 02 21 / 888 95-204 oder E-Mail: bhatt@sk-kultur.de.

Weitere Information dazu finden sie im Internet unter: www.koelsch-akademie.de.







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