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25. 05. 2012
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Zufriedene Gesichter nach fünf Tagen Musikfestival c/o pop


17.08.2008 22:00 von:


Neben der eigentlichen Musik stand aber auch das Business und dabei vor allem die Suche nach neuen Geschäftsmodellen und –ideen auf dem Programm. . Mehr als 1000 akkreditierte Fachbesucher aus 25 Ländern, 100 Programmmacher aus ganz Europa, über 50 ausverkaufte Shows mit mehr als 200 nationalen und internationalen Künstlern gaben sich in diesem Jahr bis zum gestrigen Sonntag die Ehre. Die NDW-Bank DAF (Deutsch-Amerikanische Freundschaft) feierten 30-jähriges Bühnenjubiläum, Hercules & Love Affair aus New York oder der schwedische Songwriter José Gonzales, der ein nächtliches Konzert auf einem Rheinschiff absolvierte, waren nur einige wenige Namen, die der Domstadt internationales Flair und damit mehr als nur einen Hauch von Weltstadt verliehen. Köln war für eine Woche lang im Blickpunkt der internationalen Musikszene, nachdem in der Vorwoche bereits Gentleman, Massive Attack und The Killers die Domplatte bespielt hatten.

Verantwortliche ziehen positive Bilanz

„Die durchweg positive Resonanz bei der Conference und der Affair hat gezeigt: C/O Pop ist nun endgültig als eine zentrale Veranstaltung für die Vertreter der Musikbranche und der music related industries anerkannt“, lautete denn auch das Fazit des Geschäftsführers der Cologne on pop GmbH Norbert Oberhaus. So verzeichnete die Netzwerk- und Kommunikationsplattform „affair c/o pop“ in diesem Jahr über 80 Aussteller, die in den Showrooms ihre Produkte, Dienstleistungen und Konzepte feilboten. Ricardo Villalobos und Techno-Urgestein Sven Väth bildeten mit einer großen Open-Air-Abschlussparty den krönenden Schlusspunkt einer erfolgreichen Musikwoche. Im Mittelpunkt des Konferenzprogramms stand dabei die für Musik und die Musikindustrie existenzielle Frage nach der Wertschöpfung ihrer künstlerischen Arbeit. „Schnittstellen an der Musik“ zu identifizieren und zur Grundlage eigener Geschäftsideen und Konzepte zu machen, lautete eines der wichtigsten Ziele der Veranstaltung. Und so nahmen neben der Musikindustrie auch Vertreter anderer Branchen an den Diskussionsrunden teil. Musik spielt zunehmend bei der Markenkommunikation, im Fernsehbereich aber auch im Segment der Spieleindustrie eine zunehmend wichtige Rolle. Hier müsse man ansetzen, so die Meinung der Betroffenen.

Innovationen gefragt

Gerade das Internet und seine Möglichkeiten, über Filesharer kostenlose Musikstücke herunterzuladen, ohne die dafür üblichen Verkaufs- und Urhebergebühren zu entrichten, haben der Musikindustrie in den vergangenen Jahren schwer zugesetzt. Ob die Branche diese Krise bereits überwunden hat, steht allerdings noch nicht fest. Die Botschaft, die von Köln aus in die Szene getragen wurde, lautete denn auch völlig anders. Nicht Bekämpfung des Missbrauchs und strenge Sanktionierung waren Themen, sondern die Frage, mit welchen Alternativen Musikkünstler in Zukunft ihre Arbeit finanzieren können. Und da gibt es in der Tat zahlreiche neue und innovative Ansätze, wie auch c/o pop-Pressesprecherin Daniela Siemon verriet. „Es gibt neue Spiele, bei denen man sich Musikstücke herunterladen und selbst mitmachen kann, entweder mit einem Instrument oder als Vokalist“, erläuterte Siemon. Hier gebe es eine Fülle von Möglichkeiten, mit neuen Geschäftskonzepten verlorenes Terrain wenigstens teilweise wieder zurückzuerobern. „Die Musikliebhaber sollen erfahren, dass Musik etwas wert ist“, bekräftigte Siemon gegenüber Köln Nachrichten.

Köln holt als Musikstandort auf – c/o –Pop auf dem Vormarsch

Im Gegensatz zur Musikmetropole Berlin, die sich nach der Akquise der größten deutschen Musikmesse PopKomm zunächst als einzig wahre Musikhauptstadt betrachtete, haben die Kölner Organisatoren aber in diesem Jahr ein deutliches Ausrufezeichen gesetzt. Mit der c/o pop hat sich nach fünf Jahren ein Veranstaltungskonzept gefunden, dass durchaus mehr als nur ein Lückenfüller ist. Die zahlreichen Gäste aus aller Welt, die sich zu den Konzerten oder in der Festivalzentrale im Rheintriadem am Rheinufer einfanden, lassen erahnen, dass der Musikstandort Köln wesentlich besser ist als sein Ruf. Und die Macher der c/o pop dürfen sich diesen Verdienst ein Stück weit der eigenen Arbeit zuschreiben. Dabei stand das schlichte Wachstum der Teilnehmerzahlen nicht im Vordergrund. De c/o pop will Nischen besetzen und so war die Zahl der Zuschauer und der akkreditierten Messebesucher nahezu konstant geblieben. Für diesen Ansatz gab es dafür aber hohes Lob vonseiten der Fachbesucher.







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