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23. 10. 2014
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Künstler brauchen mehr Unterstützung


19.11.2009 20:49 von:

Schlagwörter: Köln,Kunst,Ateliers,Vermieter,Opekta,Gebäudewirtschaft,Stadtsparkasse KölnBonn

(js) Berlin mag Künstlern derzeit mehr preiswerten Arbeitsraum bieten als Köln. Umso dringender müssen Politik und Kölns Verwaltung der Anziehungskraft der Bundeshauptstadt entgegenwirken. Es ist beschämend, wenn Künstler sich selber auf die Suche nach Ateliers machen müssen und – wenn sie ein leerstehendes Objekt finden – auf ablehnende Vermieter stoßen. Darunter auch solche, die der Stadt gehören. Es kann nicht sein, dass etwa die Häfen und Güter Verkehr Köln AG sagt: Wenn die Stadt preiswerte Ateliers haben will, soll sie es zahlen. So geschehen im Vorfeld der Rhenania-Restaurierung. Auch der Stadtsparkasse KölnBonn, die bereitwillig von der Kommune Millionen zur Bilanzbereinigung annimmt, stände es gut an, in ihrem Besitz befindliche Immobilien günstig an Künstler zu vermieten. Das zahlt sich langfristig mehr aus als fragwürdige Beraterhonorare.

Kölns Politiker müssen ihnen – ebenso wie privaten Vermietern – klar machen: Das Engagement für Kunst ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Dafür dürfen sie gerne einmal ihre Muskeln spielen lassen. Auch städtische Ämter wie Gebäudewirtschaft oder Liegenschaftsamt müssen sensibilisiert werden und nicht immer nur an Profit denken: Warum stand die ehemalige VHS in Nippes über Jahre leer? Hier ist der der neue Oberbürgermeister gefragt, dem man noch keinen besonderen Einsatz für Kölns Kulturschaffende nachsagen kann. Vom Image Kölns als Kulturstadt, in der nicht nur Events stattfinden, sondern eine kreative Atmosphäre herrscht, profitieren auf Dauer alle. Lob gebührt dem Kulturamt, das die Künstlergruppe, die im ehemaligen Opekta-Gebäude mit viel Eigeninitiative 14 Ateliers für Kölner und ein Atelier für internationale Gastkünstler einrichtet, finanziell unterstützt. Das Ausmaß der Hilfe bestimmen die Politiker.


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