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25. 05. 2012
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Theater im Bauturm: Faust und Frau Müller retten die Jahresbilanz


11.01.2012 18:00 von:(ehu)

Schlagwörter: Bauturmtheater,Jahresprogramm,Vorankündigung,Präsentation

Frau Müller muss weg – oder doch nicht? Das Stück gehörte zu den Publikumsrenner im Bauturm Theater Foto: Meyer Originals - TiB

Eine gemischte Bilanz zieht Gerhard Haag, Leiter des Theaters im Bauturm, für 2011. Nachdem das erste Halbjahr „nicht super befriedigend“ gewesen sei, habe es zum Schluss einen „ glänzenden Endspurt gegeben“. Als Publikumsrenner haben sich „Frau Müller muss weg“ und „Faust I“ erwiesen, die Inszenierung des Goethe-Klassiker wurde im Dezember mit dem Kölner Theaterpreis ausgezeichnet. Beide Stücke, so Haag, seien auch schon für den Januar ausverkauft.

Auch finanziell ist man gut über die Runden gekommen. Einnahmen von 730.000 Euro standen Ausgaben von 727.000 Euro gegenüber. Die Einnahmen setzen sich zu 40 Prozent aus Eintrittsgeldern zusammen, 35 Prozent sind Zuschüsse von Stadt und Land, der Rest kommt von Sponsoren und Stiftungen. Stolz ist er, dass über die Hälfte des Etats in die künstlerische Arbeit geht, Kosten für Personal in Technik und Verwaltung sowie für die „nebenkosten“ wie Miete, Werbung, Strom usw. werden jeweils auf ein knappes Viertel veranschlagt.

Weniger Zuschauer durch aufwändige Umbauarbeiten

Beeinträchtigt wurde der Spielbetrieb im Vorjahr durch aufwändige Umbauarbeiten, um das Theater den aktuellen Sicherheits- und Feuerschutzbestimmungen anzupassen. Der Löwenanteil der 42.000 Euro Baukosten war durch einen Zuschuss der Stadt sowie gelder von der Stadtsparkasse KölnBonn gedeckt. Der gestörte Spielbetrieb senkte die Zuschauerzahl um 800 auf rund 23.000, was einer durchschnittlichen Platzauslastung von 55 Prozent entspricht.

Mit über 1200 Besuchern war das Festival „africologne“ ein Höhepunkt der vergangenen Spielzeit. Es soll 2013 wiederholt werden. Die Zusammenarbeit mit afrikanischen Theatergruppen soll langfristig fortgesetzt werden. In diesem Jahr wird mit dem „Theatre Falinga“ aus Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso, ein Stück erarbeitet, das beim dortigen Festival 2013 uraufgeführt wird. Noch im April wird es ein Gastspiel des „Musicals Baobab“ der Abibigromma Theater Company unter Leitung von Dzifa Glikpoe aus Ghana geben.

Besonderes Engagement gilt dem Theaterbesucher von morgen

Fortgeführt werden auch die Zukunftswerkstatt, die den künstlerischen Nachwuchs fördert, und das Jugendtheaterprojekt. Am 31. Januar stellen neun Jugendliche zwischen 13 und 18 Jahren ihre sehr freie Interpretation der „Räuber“ von Schiller vor, entstanden im Rahmen des Ostheimer Jugendzentrums „active-zone“ unter Leitung von Sarah Youssef.

Als sehr erfolgreich hat sich das „Azubi-Patenticket“ erwiesen, hier übersteigt die Nachfrage das Angebot bei weitem. Bislang vier Theater – neben dem „Bauturm“ sind es das Schauspiel, die Comedia und die Bühne der Kulturen – Karten für zehn Euro zur Verfügung, die über derzeit sechs Berufsschulen verkauft werden. Die Jugendlichen zahlen dafür 3,50 Euro, den Rest decken Sponsorengelder. In den sechs Jahren seines Bestehens konnte so etwas mehr als 1500 Eintrittskarten zur Verfügung gestellt werden.







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