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14. 09. 2014
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Ein bunter Querschnitt durch die zeitgenössische Kunst


29.10.2009 22:53 von:

Schlagwörter: Köln,ART FAIR,2009,Kunstmesse,Kunst,Expo XXI,Eröffnung,Art Cologne

(is) Mit einem Vernissagetag und damit tagesfüllenden Programm startete am gestrigen Mittwochabend die siebte Ausgabe der Kunstmesse ART.FAIR 21 in den Expo XXI Hallen. Bis Sonntag präsentieren 62 Galerien über 300 Künstler aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, Italien, Südkorea, Japan, China, Russland und den Vereinigten Staaten. Unter ihnen finden sich viele junge Künstler, die ihre Werke zum ersten Mal öffentlich ausstellen. "Wir zeigen junge Positionen in direkter Nachbarschaft zu Etablierten", sagte Walter Gehlen, Direktor der ART:FAIR der Eröffnungspressekonferenz. So finden sich Arbeiten von Imi Knoeble, Günther Förg, Sigmar Polke, Tom Essemann und Andy Warhol neben völlig unbekannten Künstlernamen – unter ihnen auch viele asiatische Künstler, denn ein besonderer Schwerpunkt in diesem Jahr ist China.

Dass Kunst eine reine Geschmacksfrage ist, zeigt sich beim Messerundgang. Tote präparierte Tiere in Glaskästen gebunden präsentiert die Strychnin Gallery (Berlin/New York) als "Kunstwerke" von Raf Veulemans. Die Galerie Michael Schultz (Berlin) wiederum sorgt mit ihrer Installation des Künstlers Stephan Kaluza für Aufmerksamkeit. In bis zu 20 Holzkäfigen, die neben- und übereinander raumhoch gestapelt sind, sitzen Menschen in weißen Spurensicherungsanzügen und unterhalten die Besucher jeweils mit wiederkehrenden Aktionen wie spitzen Schreien, Trommeln, sich schminken, in Fleisch stochern, dem Werfen von Golfbällen oder Papierknäueln, ständigem Bohren, Lesen oder In-sich-gekehrt-Sein. Mit dieser Installation will der Künstler die Zwänge aufzeigen, in denen sich die Menschen sowohl in der Gesellschaft, als auch in ihrer eigenen Psyche befinden. Nicht weniger einfallsreich präsentiert die Künstlerin Anita Stöhr-Weber großformatige Druck, die aus den aus Reden und Gesetzestexten des Deutschen Bundestages stammenden Buchstaben zusammengesetzt sind.

Auf der Messe vertreten ist auch eine neue Kunstrichtung, die sich "zeitgenössischer Barock" nennt. Insbesondere Yongbo Zhao, vertreten von der Galerie Jörg Heitsch (München), präsentiert unter diesem Thema seine großformatigen, teils recht düsteren Ölbilder. Dass zeitgenössische Kunst aber nicht nur provozieren will, sondern einfach nur schön und handwerklich gut ist, zeigten verschiedene Künstler. Dort muss der Betrachter schon genau hinsehen, um zu erkennen, dass es sich um Fotos handelt sowie mit einfallsreichen bunten Fantasiebildern und Skulpturen. Darüber hinaus begleiten mehrere Kunstwettbewerbe die ART FAIR. Der Gesellschafter ART.AWARD 21 ist ein Gemeinschaftsprojekt der Initiative "dieGesellschafter.de" und der Aktion Mensch. Unter dem Thema "In was für einer Gesellschaft wollen wir leben?" haben sich im vierten Jahr bereits über 600 Künstler aus Deutschland, Österreich und der Schweiz mit Fotografien und Malereien beworben. Zehn von einer Fachjury ausgewählte Arbeiten hängen im Foyer der Messe und Besucher haben die Möglichkeit, über die besten Arbeiten abzustimmen. Die Preisverleihung dazu findet am 1. November um 15 Uhr statt. Zum zweiten Mal ausgeschrieben ist der nationale Fotographie-Wettbewerb 1/AWARD by Pilsner Urquell. Von den 650 Einreichungen zum Thema "Streetphotography" wurde Sieger Michael Schreiner mit seinem Foto "Potjomkin" noch am Eröffnungstag zum "New Talent of the Year 2009" gekürt.

Auch der Aspekt der Bewegung wird auf der ART.FAIR berücksichtigt. Zum zweiten Mal begleitet das Tanz- und Performance-Festival TA.PE 21 von Maika Paetzold am Samstag die Messe. Außerdem gibt es eine Modenschau, bei der junge, internationale Designtalente Einblicke in die Haute Couture geben. Die ART.FAIR 21 ist täglich von 13 bis 21 Uhr, am Sonntag bis 19 Uhr geöffnet. Infos zum Programm gibt es in Internet unter: www.art-fair.de.







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