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23. 10. 2014
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Galeristen zeigen Herz für Japan


13.04.2011 05:43 von:

Schlagwörter: Köln,Artcologne,Argentinien,Japan,Hug,Panamarenko,Werner,Galerist,2011,April

(ehu ) Explosive Kunst hat Galerist Ignacio Liprandi aus Beunos Aires nach Köln gebracht. Auf der 45. Artcologne will er seinen Künstler Tomas Espina bekannt machen, und der "malt" am liebsten mit Schießpulver. "In Deutschland gibt es gute Sammler und gute Museen", sagt er und hofft, dass sie ihren bislang eher eurozentristischen Blick endlich auch einmal auf Südamerika wenden. Er spricht damit Artcologne-Direktor Daniel Hug aus der Seele, der stolz gleich drei argentinische Galerien und deren Künstler "erstmals einem deutschen Publikum" vorstellen kann.

Nach dem Eröffnungsempfang am Dienstag Abend beginnt die größte deutsche Kunstmesse heute und endet am Sonntag. 200 Galerien aus 22 Ländern zeigen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Nach einer langjährigen Krise sieht sich Hug, seit drei Jahren im Amt, wieder auf der Erfolgsspur. So konnte er einige "Wunschkandidaten" wie Team Gallery aus New York für Köln überzeugen oder Kewenig (Köln/Palma de Mallorca), Leo Koenig (New York) oder Christian Nagel (Köln/Antwerpen/Brüssel) zur "Rückkehr" bewegen.

Die Förderung junger Künstler gehört zur Tradition der Kunstmesse

Zur Internationalität tragen auch sechs Galerien aus Japan bei. Angesichts der aktuellen Katastrophen haben alle Galerien versprochen, einen Teil ihrer Messe-Einnahmen dem japanischen Roten Kreuz zu spenden. Es werden wie in den Vorjahren rund 50.000 Besucher erwartet.

Schon Tradition ist die Förderung junger Kunst und junger Galeristen. Ersteren ist der "Open Space" und das Förderprogramm "New Positions" für 20 "junge Talente" gewidmet, letzteren die "New Contemporaries". Die beste junge Galerie wird mit dem "Maurice Lacroix Art Award" ausgezeichnet, der die Finanzierung der nächsten Messeteilnahme sichert.

Das teuerste Werk der messe kostet stolze drei Millionen Euro

Zu den ausgestellten Klassikern zählen unter anderem Emil Nolde – sein Aquarell "Tränende Herzen und Tulpen" wird für 295.000 Euro angeboten – und Ernst Wilhelm Nay (650.000 Euro für seinen "Purpurklang). Lehmbruck-Plastiken gibt es ab 220.000 und einen Christo für 900.000 Euro. Stolze 3 Millionen Euro soll ein "Totentanz" von Ernst Ludwig Kirchner bringen. Aber auch im höheren dreistelligen Eurobereich lässt sich etwas finden.

Wie üblich bietet die Artcologne ein reiches Begleitprogramm. Am Donnerstag erhält der ehemalige Kölner Galerist Michael Werner (heute New York und Berlin) den mit 10.000 Euro dotierten Artcologne-Preis. Im Südeingang zur Messe werden Arbeiten des belgischen Künstlers Panamarenko gezeigt, und das Zentralarchiv des Internationalen Kunsthandels (ZADIK) widmet eine Ausstellung Allan Kaprow, dem Erfinder des Happenings. Unter dem Titel "People tell me I‘m white and I believe them" präsentieren 27 Studenten der Kölner Kunsthochschule für Medien aktuelle Arbeiten. Täglich werden Führungen sowie Gespräche über den Kunstmarkt und zur Kunstkritik angeboten.

45. Artcologne – KölnMesse, 13.-16.4.: 12-209 Uhr, 17.4.: 12-18 Uhr, Eintritt: 20/15 Euro (Tageskarte), 30 Euro (2-Tageskarte), 15 Euro (Abendkarte ab 17 Uhr). Katalog: 30 Euro







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