25. 05. 2012
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Gewinner des ersten Kölner Design-Preises stehen fest
45.000 US-Dollar Preisgeld wurden den drei Gewinnern überreicht. Köln
hat damit eine weitere Veranstaltung eingeführt, die ihren Anspruch als
„innovativer Standort“ unterstützen soll, so die Initiatoren um Prof.
Dr. Michael Erlhoff von der Kölner International School of Design.
Und auch von städtischer Seite gab es hohes Lob. Bürgermeisterin Angela
Spizig, zugleich kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, und
Kulturdezernent Prof. Georg Quander saßen bei der Pressekonferenz am
heutigen Vormittag mit am Tisch. „Köln ist eine Designstadt, die sich
weiterentwickelt“, erklärte die Grünen-Politikerin. „Dieser Preis ist
für uns von elementarer Bedeutung für eine qualitative künstlerische
Ausbildung“, ergänzte Quander.
„Gerade in der Startphase nach dem Studienabschluss hat man
normalerweise am wenigsten Geld“, gab Hochschuldozent und Organisator
Erlhoff den Absolventen mit auf den Weg. Zugleich verfolgen die
Initiatoren mit der Preisverleihung aber noch einen anderen Zweck.
Schließlich vereinigt der Wettbewerb gleich fünf Kölner Fachhochschulen
unter einer gemeinsamen Veranstaltung. Für die Absolventen bedeutet der
Wettbewerb zugleich die Chance, direkt am Anfang ihrer Karriere ihre
Abschlussarbeiten einer hochkarätigen Öffentlichkeit präsentieren zu
können. Mindestens ebenso wie der kreative Aspekt steht ein
wissenschaftlicher Forschungsansatz im Blickpunkt der Arbeiten,
unabhängig davon, ob das Thema der Abschlussarbeiter eher konkret oder
eher abstrakt ausfiel.
Drei Gewinner aus drei Hochschulen
Mit ihrer Forschungsarbeit „Bad News? Nachrichtenmarken im digitalen
Kontext“ der beiden Absolventen Philip Busse und Shadi Heinrich von der
Kölner Fachhochschule analysieren die beiden Diplom-Designer
Online-Nachrichtenseiten anhand eines selbst erarbeiteten „visuellen
Analyseinstruments“. Sieben Untersuchungskriterien haben die beiden
Nachwuchsdesigner dabei unter die Lupe genommen. Komplexität,
Hierarchie, Prägnanz, Individualität, Integration, visuelle und
inhaltliche Konsistenz werden zusammen mit einem bereits erfolgreich
angewendeten Kommunikationsdesign auf die Online-Nachrichtenportale
großer Anbieter angewendet. Der Nutzen könnte dabei auch darin liegen,
eine bessere durch Design unterstützte Positionierung der
Nachrichtenmarken zu erreichen, werben die beiden Gewinner.
Der in Österreich geborene Andreas Muxel (29) hatte als Absolvent der
Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM) den Designpreis für die
eigenkreative Skulptur „Connect“ erhalten. Muxel hatte bereits 2004
sein Diplom in multimedialer Kommunikationsgestaltung an der
Fachhochschule Vorarlberg absolviert, eher er u.a. in Bonn als
Interface-Designer am Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation
beschäftigt war. Für seinen Beitrag erhält Muxel ein Preisgeld in Höhe
von 15.000 US-Dollar. Matthias von Schemm (30), Absolvent der Kölner
Filmhochschule ifs, erhielt den Kölner Designpreis mit einem Preisgeld
in Höhe von 15.000 US-Dollar für seinen Film „Pietas“. Mit
asketisch-ästethischer Raumausstattung und bewusst ohne Farben auf 16
Millimeter gedreht, vermittelt der Film auch von seiner Machart eine
„konsequente Darstellung eines religiösen Fundamentalismus, welche den
Betrachter packt und erschüttert“, urteilte die Jury.
Für Designer, so betonte Erlhoff abschließend, ist der neue Kölner
Designpreis der mit Abstand höchstdotierte Wettbewerb nicht nur in
Deutschland. Teilnahmeberechtigt sind die jeweils besten
Abschlussarbeiten der in Köln ansässigen Design-Hochschulen. Die
Nominierung selbst wird von den jeweiligen Hochschulen in Eigenregie
organisiert. Die Preisverleihung fand am heutigen Donnerstagabend im
Museum für Angewandte Kunst statt. Das Preisgeld wird gestiftet von der
Prof. Dr.-Ing. R.G. Winkler-Stiftung und soll zukünftig im jährlichen
Abstand erfolgen.

























