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26. 11. 2014
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Gewinner des ersten Kölner Design-Preises stehen fest


05.11.2008 23:00 von:


45.000 US-Dollar Preisgeld wurden den drei Gewinnern überreicht. Köln hat damit eine weitere Veranstaltung eingeführt, die ihren Anspruch als „innovativer Standort“ unterstützen soll, so die Initiatoren um Prof. Dr. Michael Erlhoff von der Kölner International School of Design. Und auch von städtischer Seite gab es hohes Lob. Bürgermeisterin Angela Spizig, zugleich kulturpolitische Sprecherin ihrer Fraktion, und Kulturdezernent Prof. Georg Quander saßen bei der Pressekonferenz am heutigen Vormittag mit am Tisch. „Köln ist eine Designstadt, die sich weiterentwickelt“, erklärte die Grünen-Politikerin. „Dieser Preis ist für uns von elementarer Bedeutung für eine qualitative künstlerische Ausbildung“, ergänzte Quander.

„Gerade in der Startphase nach dem Studienabschluss hat man normalerweise am wenigsten Geld“, gab Hochschuldozent und Organisator Erlhoff den Absolventen mit auf den Weg. Zugleich verfolgen die Initiatoren mit der Preisverleihung aber noch einen anderen Zweck. Schließlich vereinigt der Wettbewerb gleich fünf Kölner Fachhochschulen unter einer gemeinsamen Veranstaltung. Für die Absolventen bedeutet der Wettbewerb zugleich die Chance, direkt am Anfang ihrer Karriere ihre Abschlussarbeiten einer hochkarätigen Öffentlichkeit präsentieren zu können. Mindestens ebenso wie der kreative Aspekt steht ein wissenschaftlicher Forschungsansatz im Blickpunkt der Arbeiten, unabhängig davon, ob das Thema der Abschlussarbeiter eher konkret oder eher abstrakt ausfiel.

Drei Gewinner aus drei Hochschulen

Mit ihrer Forschungsarbeit „Bad News? Nachrichtenmarken im digitalen Kontext“ der beiden Absolventen Philip Busse und Shadi Heinrich von der Kölner Fachhochschule analysieren die beiden Diplom-Designer Online-Nachrichtenseiten anhand eines selbst erarbeiteten „visuellen Analyseinstruments“. Sieben Untersuchungskriterien haben die beiden Nachwuchsdesigner dabei unter die Lupe genommen. Komplexität, Hierarchie, Prägnanz, Individualität, Integration, visuelle und inhaltliche Konsistenz werden zusammen mit einem bereits erfolgreich angewendeten Kommunikationsdesign auf die Online-Nachrichtenportale großer Anbieter angewendet. Der Nutzen könnte dabei auch darin liegen, eine bessere durch Design unterstützte Positionierung der Nachrichtenmarken zu erreichen, werben die beiden Gewinner.

Der in Österreich geborene Andreas Muxel (29) hatte als Absolvent der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM) den Designpreis für die eigenkreative Skulptur „Connect“ erhalten. Muxel hatte bereits 2004 sein Diplom in multimedialer Kommunikationsgestaltung an der Fachhochschule Vorarlberg absolviert, eher er u.a. in Bonn als Interface-Designer am Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation beschäftigt war. Für seinen Beitrag erhält Muxel ein Preisgeld in Höhe von 15.000 US-Dollar. Matthias von Schemm (30), Absolvent der Kölner Filmhochschule ifs, erhielt den Kölner Designpreis mit einem Preisgeld in Höhe von 15.000 US-Dollar für seinen Film „Pietas“. Mit asketisch-ästethischer Raumausstattung und bewusst ohne Farben auf 16 Millimeter gedreht, vermittelt der Film auch von seiner Machart eine „konsequente Darstellung eines religiösen Fundamentalismus, welche den Betrachter packt und erschüttert“, urteilte die Jury.

Für Designer, so betonte Erlhoff abschließend, ist der neue Kölner Designpreis der mit Abstand höchstdotierte Wettbewerb nicht nur in Deutschland. Teilnahmeberechtigt sind die jeweils besten Abschlussarbeiten der in Köln ansässigen Design-Hochschulen. Die Nominierung selbst wird von den jeweiligen Hochschulen in Eigenregie organisiert. Die Preisverleihung fand am heutigen Donnerstagabend im Museum für Angewandte Kunst statt. Das Preisgeld wird gestiftet von der Prof. Dr.-Ing. R.G. Winkler-Stiftung und soll zukünftig im jährlichen Abstand erfolgen.








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