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1. 11. 2014
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Interkulturelle Woche verdoppelt Zahl der Veranstaltungen


20.10.2008 22:00 von:


Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Veranstaltungen noch mal verdoppelt, wie die Verantwortlichen am heutigen Dienstag in einer Pressekonferenz erklärten. Rund 90 unterschiedliche Orte werden dabei bespielt. Die interkulturellen Wochen gehen auf eine Initiative der Bundesregierung zurück und werden inzwischen in mehr als 200 Städten und Gemeinden Deutschlands veranstaltet. In Köln fristete diese Veranstaltungsreihe, die traditionell in Köln im Spätsommer stattfand, ein Schattendasein. Das lag nur zum Teil an den Ressourcen, wie die zuständige Integrationsdezernentin der Stadt Marlis Bredehorst einräumte. Man habe schlicht die Meinung vertreten, dass das friedliche Zusammenleben der Kulturen in Köln schon funktioniere, doch diese Einschätzung änderte sich in den vergangenen Jahren spürbar.

Professionelles Management hilfreich


Einer der wesentlichen Gründe , warum die diesjährige interkulturelle Woche mit 175 Veranstaltungen gleich doppelt so groß wie im vergangenen Jahr ist, liegt sicher auch darin begründet, dass die Organisation seit dem vergangenen Jahr mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern die Aktionswoche intensiver vorbereiten kann als in den Jahren zuvor. Gabriele Lennartz und Thomas Schweinsberg betreuten bereits die vergangene Aktionswoche und konnten bei der Vorbereitung auf die nun folgende Woche „aus dem Vollem schöpfen“, wie Schweinsberg bestätigte. Weil die Zahl der Veranstaltungen doppelt so hoch liegt, rechnet seine Kollegin Lennartz auch mit der doppelten Anzahl der Besucher. 2007 waren es rund 12.000.

Breiter Kulturbegriff

Längst nicht alle Veranstaltungsangebote, die in dem offiziellen Programmheft aufgelistet sind, fallen dabei unter den engeren Kulturbegriff. So finden sich neben Vorführungen, Konzerten und Workshops auch Gesundheitsberatungen in türkischer Sprache oder ein interkulturelle Schachturnier. „Die Veranstaltungen stellen die Vielfalt der in Köln lebenden Kulturen dar. Das ist auch ein Stück Normalität“, erklärte Susanne Rabe-Rahman, die für den Caritas-Verband der Katholischen Kirche im Trägerkreis der interkulturellen Woche sitzt. Das offizielle Motto der bundesweiten Aktionswoche „Teilhaben – Teil werden“ muss für Köln ohnehin um den Zusatz „Teil sein“ ergänzt werden, meint Rabe-Rahman. Weit mehr als die Hälfte aller Veranstaltung wird für die Besucher kostenfrei sein. Einer der Schwerpunkte sind Angebote für Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen, erklärte Organisator Schweinsberg. „Das ist keine Folklore, sondern das Kulturleben der in Köln lebenden Menschen mit Zuwanderungshintergrund“, erklärte der Geschäftsführer des Trägerkreises weiter.

Die Woche startet am Montag, den 3. November, im Kölner Schauspielhaus. Neben den Ehrengästen aus Politik und Kirche wird der Kabarettist Fatih Cevikkollu durch das Programm führen und dabei selbst als einer der Betroffenen auf die Perspektive der hier lebenden Migranten aufmerksam machen. Den feierlichen Abschluss gibt es am vorletzten Tag, dem 8. November. Die findet in diesem Jahr im Großen Saal des Internationalen Zentrums des Kölner Caritasverbands in der Stolzestrasse statt.

Weitere Informationen sowie die Programmpunkte der interkulturellen Woche finden Sie auf der Internetseite: www.interkulturelle-woche-koeln.de.







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