24. 05. 2013
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Interkulturelle Woche verdoppelt Zahl der Veranstaltungen
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Zahl der Veranstaltungen noch mal
verdoppelt, wie die Verantwortlichen am heutigen Dienstag in einer
Pressekonferenz erklärten. Rund 90 unterschiedliche Orte werden dabei
bespielt.
Die interkulturellen Wochen gehen auf eine Initiative der
Bundesregierung zurück und werden inzwischen in mehr als 200 Städten
und Gemeinden Deutschlands veranstaltet. In Köln fristete diese
Veranstaltungsreihe, die traditionell in Köln im Spätsommer stattfand,
ein Schattendasein. Das lag nur zum Teil an den Ressourcen, wie die
zuständige Integrationsdezernentin der Stadt Marlis Bredehorst
einräumte. Man habe schlicht die Meinung vertreten, dass das friedliche
Zusammenleben der Kulturen in Köln schon funktioniere, doch diese
Einschätzung änderte sich in den vergangenen Jahren spürbar.
Professionelles Management hilfreich
Einer der wesentlichen Gründe , warum die diesjährige interkulturelle
Woche mit 175 Veranstaltungen gleich doppelt so groß wie im vergangenen
Jahr ist, liegt sicher auch darin begründet, dass die Organisation seit
dem vergangenen Jahr mit zwei hauptamtlichen Mitarbeitern die
Aktionswoche intensiver vorbereiten kann als in den Jahren zuvor.
Gabriele Lennartz und Thomas Schweinsberg betreuten bereits die
vergangene Aktionswoche und konnten bei der Vorbereitung auf die nun
folgende Woche „aus dem Vollem schöpfen“, wie Schweinsberg bestätigte.
Weil die Zahl der Veranstaltungen doppelt so hoch liegt, rechnet seine
Kollegin Lennartz auch mit der doppelten Anzahl der Besucher. 2007
waren es rund 12.000.
Breiter Kulturbegriff
Längst nicht alle Veranstaltungsangebote, die in dem offiziellen
Programmheft aufgelistet sind, fallen dabei unter den engeren
Kulturbegriff. So finden sich neben Vorführungen, Konzerten und
Workshops auch Gesundheitsberatungen in türkischer Sprache oder ein
interkulturelle Schachturnier. „Die Veranstaltungen stellen die
Vielfalt der in Köln lebenden Kulturen dar. Das ist auch ein Stück
Normalität“, erklärte Susanne Rabe-Rahman, die für den Caritas-Verband
der Katholischen Kirche im Trägerkreis der interkulturellen Woche
sitzt. Das offizielle Motto der bundesweiten Aktionswoche „Teilhaben –
Teil werden“ muss für Köln ohnehin um den Zusatz „Teil sein“ ergänzt
werden, meint Rabe-Rahman. Weit mehr als die Hälfte aller Veranstaltung
wird für die Besucher kostenfrei sein. Einer der Schwerpunkte sind
Angebote für Jugendliche aus unterschiedlichen Kulturen, erklärte
Organisator Schweinsberg. „Das ist keine Folklore, sondern das
Kulturleben der in Köln lebenden Menschen mit Zuwanderungshintergrund“,
erklärte der Geschäftsführer des Trägerkreises weiter.
Die Woche startet am Montag, den 3. November, im Kölner Schauspielhaus.
Neben den Ehrengästen aus Politik und Kirche wird der Kabarettist Fatih
Cevikkollu durch das Programm führen und dabei selbst als einer der
Betroffenen auf die Perspektive der hier lebenden Migranten aufmerksam
machen. Den feierlichen Abschluss gibt es am vorletzten Tag, dem 8.
November. Die findet in diesem Jahr im Großen Saal des Internationalen
Zentrums des Kölner Caritasverbands in der Stolzestrasse statt.
Weitere Informationen sowie die Programmpunkte der interkulturellen
Woche finden Sie auf der Internetseite:
www.interkulturelle-woche-koeln.de.






















