21. 05. 2013
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Kölner rettet Bonner Beethovennacht
Bei der diesjährigen Beethovennacht hatte der in Köln lebende
Nachwuchsdirigent nun unverhofft die Bonner Beethovennacht gerettet.
Weil der eigentlich dafür eingeplante Orchesterleiter Gerd Albrecht im
ersten Teil der Aufführung einen Schwächeanfall erlitt und ärztlich
behandelt wurde, musste binnen Minuten Ersatz gefunden werden. Ein
Bekannter des ersten Konzertmeisters Mikhail Ovrutsky, eben jener
finnischer Nachwuchsdirigent, erklärte sich spontan bereit,
einzuspringen. Doch ganz so einfach wie es klingt war der Einsatz
nicht. Wie das städtische Presseamt der Stadt Bonn am heutigen Mittwoch
mitteilte, spielte ein Kölner Taxifahrer eine nicht unerhebliche Rolle
in dem Drama um die gestrige Aufführung. Der hatte den Ersatzdirigenten
zunächst in die Bad Godesberger Stadthalle gefahren. Erst
Orchestermanager Michael Horn gelang es per Telefon, den in Bonn
ortsunkundigen Inkinen zum richtigen Gebäude zu bringen. So konnte
Inkinen dann
mit einiger zeitlicher Verzögerung doch noch den Taktstock schwingen
und
damit die Beethovennacht zu einem guten Abschluss bringen.
Aber nicht nur für sein kurzfristiges Einspringen erhielt der junge
Finne Applaus und stehende Ovationen. Die Musiker des
Beethoven-Orchesters intonierten die zweite Sinfonie des großen Sohnes
der Stadt „so frisch, wie ich dieses für einen Dirigenten ob
seiner häufigen Taktwechsel höchst unbequeme Werk seit vielen Jahren
nicht mehr gehört habe“, so das ungewöhnlich deutliche Lob des Bonner
Kulturdezernenten Dr. Ludwig Krapf. Auch Orchestermanager Michael Horn
verdiente sich hohes Lob für sein Krisenmanagement, nicht nur wegen des
Missverständnisses mit dem Taxifahrer. Albrecht selbst geht es
inzwischen nach Informationen offizieller Stellen wieder besser. Als
Ursache für den Schwächeanfall vermuten die Mediziner eine verschleppte
Lungenentzündung. Inkinen hat an der Kölner Musikhochschule Geige
studiert und lebt seither in der Domstadt.






















