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2. 09. 2014
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Kölner rettet Bonner Beethovennacht


16.12.2008 23:00 von:


Bei der diesjährigen Beethovennacht hatte der in Köln lebende Nachwuchsdirigent nun unverhofft die Bonner Beethovennacht gerettet. Weil der eigentlich dafür eingeplante Orchesterleiter Gerd Albrecht im ersten Teil der Aufführung einen Schwächeanfall erlitt und ärztlich behandelt wurde, musste binnen Minuten Ersatz gefunden werden. Ein Bekannter des ersten Konzertmeisters Mikhail Ovrutsky, eben jener finnischer Nachwuchsdirigent, erklärte sich spontan bereit, einzuspringen. Doch ganz so einfach wie es klingt war der Einsatz nicht. Wie das städtische Presseamt der Stadt Bonn am heutigen Mittwoch mitteilte, spielte ein Kölner Taxifahrer eine nicht unerhebliche Rolle in dem Drama um die gestrige Aufführung. Der hatte den Ersatzdirigenten zunächst in die Bad Godesberger Stadthalle gefahren. Erst Orchestermanager Michael Horn gelang es per Telefon, den in Bonn ortsunkundigen Inkinen zum richtigen Gebäude zu bringen. So konnte Inkinen dann mit einiger zeitlicher Verzögerung doch noch den Taktstock schwingen und damit die Beethovennacht zu einem guten Abschluss bringen.

Aber nicht nur für sein kurzfristiges Einspringen erhielt der junge Finne Applaus und stehende Ovationen. Die Musiker des Beethoven-Orchesters intonierten die zweite Sinfonie des großen Sohnes der Stadt „so frisch, wie ich dieses für einen Dirigenten ob seiner häufigen Taktwechsel höchst unbequeme Werk seit vielen Jahren nicht mehr gehört habe“, so das ungewöhnlich deutliche Lob des Bonner Kulturdezernenten Dr. Ludwig Krapf. Auch Orchestermanager Michael Horn verdiente sich hohes Lob für sein Krisenmanagement, nicht nur wegen des Missverständnisses mit dem Taxifahrer. Albrecht selbst geht es inzwischen nach Informationen offizieller Stellen wieder besser. Als Ursache für den Schwächeanfall vermuten die Mediziner eine verschleppte Lungenentzündung. Inkinen hat an der Kölner Musikhochschule Geige studiert und lebt seither in der Domstadt.








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