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30. 07. 2014
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Kunstpreis Art 2.0 geht an Oliver Held


25.01.2009 22:58 von:

Schlagwörter: Köln,Veranstaltungen,Kulturpreis,Art 2.0,KIU,Oliver Wild,Preisverleihung

Eine Jury hatte zuvor acht Wettbewerbsbeiträge aus den Bewerbungen ausgewählt und die dazugehörigen Installationen zwei Wochen lang in den Büros im ersten Stock eines Altbaus am Hansaring ausgestellt. Wie der Name des neu ausgelobten Preises verriet, wurden sämtliche Wettbewerbsbeiträge auch im Internet präsentiert. 15.000 Online-Besucher sowie mehrere Hundert reelle Besucher in der Ausstellung haben sich die Kunstwerke, die sich allesamt mit den ästhetischen Aspekten des Web 2.0 beschäftigten angeschaut, wie der erste Vorsitzende der Kölner Internet-Union (KIU) Jürgen Walleneit bei der gestrigen Preisverleihung ausführte.

Herausgekommen ist eine bunte Mischung verschiedener Installationen, Aktionen und Werke, wie auch Kuratorin Nellie Baartz fand. Der Gewinner des ersten Web 2.0-Kunstpreises ist Oliver Held, der mit seinem Beitrag ein Stück weit „Kunst im öffentlichem Raum“ praktizierte. So ließ sich der Online-Künstler, begleitet von einer Webcam, die ständig über den Aufenthaltsort informierte, auf einem Skateboard von Passanten quer durch die Domstadt ziehen. Ursprünglich wollte er im Laufe von drei Tagen eine 22 Kilometer lange Strecke, die insgesamt sechs der neun Kölner Bezirksrathäuser miteinander verband, zurücklegen. Doch dank der Hilfsbereitschaft Kölner Bürgerinnen und Bürger sowie einer guten Portion Glück mit trockener und frühsommerlicher Witterung gelang dem Künstler die Strecke bereits in etwas mehr als einem Tag. Das dazugehörige Video samt Kommentierung des Künstlers war auf der Ausstellung als Videoinstallation, aber auch im Internet der Nachwelt erhalten geblieben.

Fortsetzung folgt / Publikumspreis wird noch ausgewertet

Ähnlich der modernen Programmierung von Web 2.0-Seiten vergab das Publikum, das ganz im Sinne des „user-generated-content“ aktiv an der Kunst mitwirken sollte, mit Post-Ist sogenannte Tags. Nach Auswertung soll noch am heutigen Tag ein weiterer Preis, der „Publikumspreis“ vergeben werden. „Dafür kann man sich zwar nichts kaufen, erhält aber dafür die Anerkennung der interessierten Kunstkenner“, erklärte Kuratorin   weiter. Der erstmals ausgelobte Preis, der – darauf legen die Initiatoren großen Wert – ohne jegliche öffentliche Gelder auskam, soll bereits im kommenden Jahr seine Fortsetzung finden. Die rund 30 Mitgliedsunternehmen der KIU, allesamt der Kölner Medienbranche zugehörig, hatten die Veranstaltung samt einem Preisgeld in Höhe von 1000 Euro für den Gewinner gespendet. Zu Beginn waren die angesprochenen Künstlerinnen und Künstler, einige von ihnen waren bereits über die Grenzen der Domstadt bekannt, ausgesprochen skeptisch, wie  bemerkte. Die Sorgen, ob denn ein solcher Preis auch tatsächlich tragfähig sei, verflüchtigten sich schnell. Und so waren sich die etwa 50 Gäste am gestrigen Abend bei Bionade und Flaschenbier schnell einig, einem ganz besonderen Event beigewohnt zu haben. Wie und in welcher Form der Kunstpreis im kommenden Jahr inszeniert wird, ließen die Verantwortlichen allerdings offen. „Das werden wir noch in aller Ruhe bereden“, so Kuratorin Baartz abschließend.

Weitere Informationen zum Web 2.0-Kunstpreis finden Sie im Internet unter: www.art-zweinull.de.







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