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27. 11. 2014
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Oper spielt im Sanierungschaos


03.06.2010 05:59 von:

Schlagwörter: Köln,Oper,Laufenberg,Sanierung,Aida,Stockhausen,Carmina burana

(js) Was im Profifußball üblich ist, steht jetzt auch der Kölner Oper bevor: der Umbau der Arbeitsstätte bei laufendem Betrieb. Wie lange sich das hinziehen wird, konnte Hausherr Uwe Eric Laufenberg allerdings nicht sagen, als er am gestrigen Mittwoch das Programms für die Spielzeit 2010/11 vorstellte. In der Sommerpause wird mit den wichtigsten Arbeiten begonnen, um den Spielbetrieb zu sichern. Für ein Jahr – wann steht noch nicht fest – wird das Haus dann allerdings doch geschlossen werden, um Zuschauerraum und Bühne mit einer Totalsanierung auf Vordermann zu bringen. Nach dem Ratsbeschluss, das Schauspielhaus zu sanieren statt abzureißen, hat sich auch die Planung für die Oper geändert. Ursprünglich sollte der Riphahn-Bau aus den 50er Jahren ab der kommenden Spielzeit ohne Spielbetrieb saniert werden.

Weil Laufenberg "keine leeren Theater ertragen kann", entschied er sich, sie weiter zu nutzen. Glücklicherweise waren für zwei geplante Ausweichspielstätten – Gloria und Coloneum – die Mietverträge noch nicht unterschrieben. Die gesparten Mieten werden gebraucht, um zum Beispiel schon in Arbeit für andere Spielstätten befindliche Bühnenbilder wieder auf die Maße der Oper zu bringen. Denn hier werden – anders als ursprünglich geplant – "Elektra", "Aida", "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" und "Rinaldo" ihre Premiere haben und dann en bloc abgespielt. Auch Cäcilia Wolkenburg kann hier ihr traditionelles Karnevals-Gastspiel geben.

Von den Ausweichspielstätten bleiben das Palladium ("Die Entführung aus dem Serail", "Die Csardasfürstin", "Wozzeck"), die Uni-Aula ("Die Zauberflöte"), das Gerlinghaus ("L‘incoronazione di Poppea") und das Staatenhaus in der Messe (Stockhausens "Sonntag aus Licht"). Neu hinzugekommen ist die Trinitatiskirche, hier kommt Brittens "The Turn of the Screw" zur Aufführung. Zwar versicherte Laufenberg, dass die neuerliche Umplanung keine zusätzlichen Gelder erfordere, die aufwändige Realisierung der Stockhausen-Uraufführung ist aber noch nicht finanziell abgesichert, es werden noch Sponsoren gesucht. Gleiches gilt für die Aufführung der "Carmina burana" auf dem Roncalliplatz.







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