24. 05. 2013
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Sladek lädt ein zur öffentlichen Probe
Für den in Köln ansässigen Pantomime-Künstler und Arrangeur Milan
Sladek Grund genug, sich in seiner neuesten Aufführung erneut mit
diesem Werk zu beschäftigen.
Am heutigen Donnerstag lud der weit über die Grenzen Kölns hinaus
bekannte Pantomime-Künstler zu einer Pressevorführung in
den Kulturbunker nach Köln-Mülheim ein, um die ersten beiden Teile der
neuen Aufführung zu präsentieren. Herausgekommen ist ein fulminantes
Farben- und Lichtspiel, begleitet von Gesängen einiger seiner
Darsteller sowie den bekannt farbenfrohen und fantasievollen Kostümen
des Ensembles. Zwar wird Sladek mit seiner Truppe aus Pantomimen und
Schauspielern das Stück zunächst in Italien aufführen, aber auch die
Kölner Kunstfreunde sollen etwas davon haben. Aus diesem Grund findet
am kommenden Montag (7. Juli 2008) eine öffentliche Generalprobe der
„Zaubernacht“ im zweiten Stock des Mülheimer Kulturbunkers statt.
„Die Geschwindigkeit des Stücks ist mit der Originalpartitur deutlich
schneller geworden. Das ganze Stück rennt“, kommentierte Sladek die
Herausforderungen der erneuten Aufführung. Das Weill eigene
„Romantisieren“ wird dagegen etwas in den Hintergrund gedrängt. So
musste auch Sladek improvisieren und das von ihm bereits im Jahr 2003
inszenierte Stück an das geänderte Tempo anpassen, wie der 70-jährige
Künstler verriet. Am 12. Juli beginnt im italienischen Siena das Festival „Estate
Musciale Chigiana“. Dort tritt Sladek mit seinem Ensemble in Begleitung
des „Ensemble Contrasts Köln“ auf. Mit Michael Faust (Flöte), Naoko
Ogihara (1. Violine) und Johanne Stadelmann (2. Violine) gehören gleich
drei Profi-Musiker des WDR-Sinfonieorchesters an. Das neunköpfige
Ensemble wird dirigiert von Celso Antunes, Chefdirigent des Radiochors
von Hilversum und Professor am renommierten Konservatorium in Genf und
Ingrid Schmithüsen als Sängerin ergänzen die Musiker.
Das Stück „Die Zaubernacht“ wurde 1922 von Kurt Weill komponiert und
ist die erste Auftragskomposition des deutschen Musikkomponisten. Als
Kinderpantomime kam das Stück im gleichen Jahr erstmals in Berlin auf
die Bühne. Das Stück setzte dann zu internationalen Erfolgen an, 1925
kam das Stück in seiner englischen Fassung „Magic Night“ in New York
auf die Bühne. Doch die Originalpartitur ging ebenso wie das Bühnenbild
verloren, nur ein unvollständig erhaltener handschriftlicher
Partiturbogen blieb erhalten. Die 68 eng beschriebenen Notenblätter
wurden vom britischen Arrangeur und Dirigent Meirion Bowen eine
Komposition für eine kammermusikalische Besetzung, wie sie auch in
Siena eingesetzt wird, rekonstruiert. 2006 wurde dann das Original
wiedergefunden, das Original-Bühnenbild bleibt allerdings auch
weiterhin verschollen.
Die öffentliche Generalprobe beginnt am kommenden Montag (7. Juli 2008)
um 19:30 Uhr im Kulturbunker Mülheim, Berliner Straße 20. Die Karten
kosten zehn Euro (acht Euro ermäßigt) und können per Mail unter:
pantomimentheater-sladek@web.de
bestellt werden.






















