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23. 07. 2014
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Ungarn tanzt nicht nur Csardas


26.05.2010 14:39 von:

Schlagwörter: Köln,Ungarn,Tanz, odern Dance,Scene Ungarn,Berger,Szabo,Volkstanz,Arkadas-Theate

(js) Das Geld ist knapp, die Bühnenräume sind klein, Bühnenbilder die Ausnahme. Das Zuschauerinteresse hält sich in Grenzen. So sind die meisten Stücke für ein oder zwei Personen,, 40 Minuten Länge gelten als abendfüllend. Die Produktions- und Arbeitsbedingungen der der freie Tanzszene Ungarns sind von ganz spezieller Art. Trotzdem – oder gerade deswegen – werden ihre Vertreter immer wieder international ausgezeichnet. Eine repräsentative Auswahl des aktuellen Modern Dance ist in Köln vom 2. bis 6. Juni zu sehen.

Die insgesamt acht Vorstellungen mit zehn Stücken unter dem Titel "Moderne Tanztage Ungarn" sind Teil des diesjährigen zehnten "Scene in NRW"-Festivals. Dabei stellt sich im Zwei-Jahres-Rhythmus jeweils ein anderes Land mit seiner Kultur vor, dies waren unter anderem schon die baltischen Staaten, Österreich und Großbritannien. Das Land und die beteiligten Städte – 14 sind in diesem Jahr Rekord – lassen sich das Ereignis zusammen rund 1,2 Millionen Euro kosten. Dafür präsentieren sich insgesamt über 100 ungarische Künstler zwischen Rhein und Weser.

Die beteiligten Städte können sich – abhängig von ihren finanziellen Möglichkeiten – eine Sparte aussuchen. Bildende Kunst ist etwa in Münster und Dortmund zu sehen, Literatur wird unter anderem in Aachen und Neuss vorgestellt, ungarische Filme werden in Bochum, Bonn, Dortmund und – schon im April – in Köln gezeigt. Ãœber Tanz können sich auch Düsseldorf und Bielefeld freuen, zentraler Auftrittsort in Köln ist das Arkadas-Theater, zwei Aufführungen finden in der Halle Kalk statt.

Kristof Szabo, Kurator der Kölner Tanztage, hat mit Gyula Berger, Jahrgang 1958, den Begründer des modernen Tanzes in Ungarn ein geladen, mit Rita Góbi, Jahrgang 1983, und derem Ensemble ist auch die jüngste Generation vertreten. Szabo, der auch mit einem eigenen Stück vertreten ist, beschreibt die aktuelle Tanzszene als sehr "erdverbunden", sich dem traditionellen Volkstanz verbunden fühlend, aber mit einer sehr eigenen Bewegungssprache. Erst die jüngeren Tänzer hätten mit einer neuen Ästhetik die "Leichtigkeit" entdeckt. Thematisch stände die Selbstbehauptung des Individuums im Mittelpunkt. Typisch seien auch Intermedialität und der Einsatz elektronischer Musik.

Arkadas-Theater, Platenstr. 32, 50825 Köln-Ehrenfeld – 2.6.: Gyula Berger: "Purple Desert"; 3.6.: Marta Ladjanszki: "Body Space Image" und "Monotone"; 4.6.: Rita Gobin Ensemble und Gyula Berger: "Tachyon", White Wall", "Egoes (En-Ek)"; 5.6.: Kristof Szabo, Janos Boda, Erzsi Kiss und Ivo Kovacs: "Glück"; 6.6.: Ferenc Feher: "Medusa Painting" und "Exit Room". Beginn jeweils 20 Uhr. Eintritt: 14/9 Euro. Festivalticket für alle Veranstaltungen: 49 Euro

Halle Kalk, Neuerburgstr. 1, 51103 Köln-Kalk - 18. und 19.6.: "The Symptoms": "Nothing There". Eintritt 17/9 euro (nicht im Festivalticket enthalten)







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