25. 05. 2012
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IP Deutschland zahlt 96 Millionen Euro Bußgeld im Kartellrechtsstreit
Die Bundesbehörde hatte die in der Fernsehbranche üblichen
Vertragsgestaltungen als Verstoß gegen geltendes Wettbewerbsrecht
gewertet. Zuvor hatte sich das Kartellamt intensiv mit den
Gepflogenheiten der Branche auseinandergesetzt. Gegen die Zahlung eines
Bußgeldes in Höhe von 96 Millionen Euro wird das Kartellamt nun seine
Untersuchungen einstellen, heißt es in einer am heutigen Freitag
veröffentlichten Presseerklärung des Werbevermarkters.
Der Werbevermarkter des Kölner Fernsehsenders RTL hatte bereits Anfang
August dieses Jahres angekündigt, zusammen mit dem Vermarkter der
ProSieben-Gruppe SevenOne Media die Praxis, größere Vermarktungszeiten
im Paket anzubieten und damit kleinere Spartensender strukturell zu
benachteiligen, indem den Werbekunden im Gegenzug für ihre Großaufträge
Freispots eingeräumt wurden. Die so abgeschöpfte Nachfrage steht damit
kleinere Fernsehsendern nicht mehr zur Verfügung, argumentieren die
Kritiker.
IP- Deutschlandchef Martin Krapf begründet die Annahme des
Vergleichs mit der Planungssicherheit aller Beteiligten, insbesondere
für die Werbekunden, die im kommenden Jahr Werbezeiten gebucht haben.
Mit einer neuen Angebotsstruktur, die maßgeblich auf Volumenrabatten
basiert, will das Unternehmen in den nächsten Wochen an die Werbekunden
und deren Agenturen herantreten, hieß es dazu abschließend.
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