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25. 05. 2012
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OLG Köln: Kassel Huskies scheitern im Kampf um Zulassung


26.08.2010 21:50 von:

Schlagwörter: Köln,Oberlandesgericht,OLG,2010,Verhandlung,Rückzug,DEL,Kassel Huskies,Eishockey

Am heutigen Donnerstag verhandelten die Vertreter der Kassel Huskies über den Antrag des ehemaligen DEL-Bundesligisten Kassel Huskies. Nach drei Stunden zog der Verein seinen Antrag zurück. Damit werden die Huskies in der kommenden Saison wohl nicht mehr in der DEL vertreten sein. Hintergrund ist ein Insolvenzverfahren, das Ende April dieses Jahres eröffnet wurde. Die Verantwortlichen der DEL entzog dem Verein daraufhin die Lizenz zum Spielbetrieb. Dagegen zogen der Verein vor Gericht. Im ersten Verfahren hatten die Kassel Huskies der Deutschen Eishockey Liga verbieten lassen wollen, am 27.05.2010 den Aussschluss der Huskies aus der Liga zu beschließen. Im weiteren Verfahren sollte der DEL untersagt werden, sich auf die Kündigung des Lizenzvertrages berufen zu dürfen bzw. die Kassel Huskies vom Spielbetrieb der kommenden Saison auszuschließen, so der bisherige Stand der Dinge.

Die Richter des 18. Zivilsenats am OLG erklärten zugleich auch die beiden erlassenen Verfügungen der ersten Instanz (Landgericht Köln) für gegenstandslos. Die Kosten des Verfahrens muss der Verein bezahlen, hieß es dazu weiter. Nach Auffassung der Richter waren bereits die bisherigen einstweiligen Verfügungsverfahren unzulässig, weil die Schiedsordnung das entsprechende Schiedsgericht der DEL in Fragen des vorläufigen Rechtsschutzes bereits als zulässig erklärt hat. Das DEL-Schiedsgericht hatte den Entzug der Spiellizenz Ende Juni dieses Jahres bestätigt. Die beiden Verfahren vor dem Kölner Landgericht wurden am 26. Mai und 5. Juli abgeschlossen. Beide Parteien, DEL und Huskies, haben sich demnach dem Schiedsgericht unterworfen. Folglich hätten auch die Gerichte sich mit dieser Angelegenheit gar nicht mehr befassen dürfen, urteilten die Richter weiter.

Ein von den Richtern vorgeschlagener Kompromiss wurde indes in einer 90-minütigen Erörterung vonseiten der Beklagten (DEL) abgelehnt. Der Vorschlag lief darauf hinaus, dem Eishockeyverein die Zulassung für die kommende Saison die Zulassung zu erteilen und dann in der darauffolgenden Saison die Lizenzfrage erneut zu prüfen. Mit der Rücknahme der Anträge sind auch die Verfügungsverfahren erledigt, wie die Kölner Richter weiter ausführten. Damit können die Kassel Huskies nur noch auf die Rechtsbeschwerde gegen das Münchener Urteil bzw. einen dort möglichen Eilantrag hoffen, hieß es dazu abschließend.







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