25. 05. 2012
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OLG Köln: Sebastian Münster bleibt in Haft
Sebastian Münster war Schauspieler und fiel tief. Bereits im Jahr 2001 soll der damals 30-Jährige eine Mutter und ihre Tochter in der Wohnung der Opfer aufgelauert, mit Reizgas besprüht und anschließend ausgeraubt zu haben. Dabei soll er beide auch noch zu sexuellen Handlungen gezwungen haben, so der Vorwurf der Staatsanwaltschaft. Im Mai vergangenen Jahres soll Münster dann eine weitere Frau überfallen und tätlich angegriffen haben. In der Handtasche der Ausgeraubten soll sich neben Bargeld auch eine Konsumportion Heroin befunden haben. Auch wegen Erwerbs von Kokain steht der Schauspieler unter Anklage. Mit ihrem Beschluss vom 28. April dieses Jahres haben die Richter nun entschieden, die Untersuchungshaft über den Zeitraum von sechs Monaten hinaus zu verlängern. Vorausgegangen war ein so genanntes Haftprüfungsverfahren nach den Paragrafen 121 und 122 der Strafprozessordnung (StPO). Münster war im Herbst vergangenen Jahres festgenommen worden und sitzt seither in Untersuchungshaft.
Es bestehe weiterhin dringender Tatverdacht gegen den heute 39-Jährigen. Die Richter sehen überdies die Gefahr einer Wiederholungstat. Die Bedingungen zur Verlängerung der Haftdauer liegen nach Meinung der Juristen vor. Die eigentliche Hauptverhandlung soll am 17. Mai vor dem Landgericht Bonn beginnen. Das Ermittlungsverfahren ist nach Aussage des OLG mit der in Haftsachen gebotenen Beschleunigung geführt worden. Münster, in Düsseldorf geboren, war zwischen 1998 und 2002 Schauspieler am Bonner Schauspielhaus. Danach ging er als Theaterschauspieler nach Wiesbaden zum Hessischen Staatstheater. Münster spielte unter anderem im deutschen Spielfilm Fandango mit, ansonsten sah man ihn in verschiedenen Serienproduktionen unter anderem für das ZDF und Sat.1. Im März dieses Jahres hatte der Schauspieler die Tat aus dem Jahr 2001 eingeräumt. Im schlimmsten Fall drohen ihm 15 Jahre Haft.
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